Lawinenbulletin
Der Schweizer Warndienst für Lawinen wird 75 Jahre alt

Bergsteiger, Skifahrer und Wanderer vertrauen ihm: dem Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF). 1945 gab das SLF das erste Lawinenbulletin heraus, nun jährt sich die Veröffentlichung des Warndienstes zum 75. Mal.

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Im Dezember 2019 wurden bei einer Lawine in Andermatt sechs Personen verschüttet. Das Lawinenbulletin soll vor den Naturgefahren im Schnee warnen und Unglücke wie diese verhindern.

Im Dezember 2019 wurden bei einer Lawine in Andermatt sechs Personen verschüttet. Das Lawinenbulletin soll vor den Naturgefahren im Schnee warnen und Unglücke wie diese verhindern.

Bild: Keystone

(frh) Das Lawinenbulletin warnt vor Lawinen und stellt zuverlässige Prognosen zu Naturgefahren. Die Bereitstellung des Bulletins sei ein gesetzlicher Auftrag, schreibt das SLF in einer Mitteilung.

Bereits vor dem zweiten Weltkrieg wurde vor Lawinen gewarnt. Jeweils zum Wochenende hin stellte der Schweizerische Skiverband eine Beschreibung der Lawinengefahr für Skifahrer bereit. Zudem baute die Armee während des Krieges einen Warndienst für die Truppe auf, schreibt das Forschungsinstitut. Nach Kriegsende wurde schliesslich dem SLF die Verantwortung für die Lawinenwarnung übertragen.

Der Warndienst habe in den letzten 75 Jahren eine enorme Entwicklung durchgemacht, heisst es in der Mitteilung weiter. Während zu Beginn nur eine Handvoll Forscher auf dem Weissfluhjoch und rund 20 Beobachter in den Alpen für die Einschätzungen zuständig waren, sei die Zahl der Beobachter bis heute auf fast 200 Personen angewachsen. Zudem wurde das Netz an Wetter- und Schneemessstationen ausgebaut. Das SLF greife inzwischen auf eine riesige Datenmenge zurück.

Heute wird das Lawinenbulletin neben Mitteilungen in Zeitungen, Radio und Fernsehen vor allem über das Internet und die App White Risk verbreitet, die als bekannteste Dienstleistung des SLF gilt.

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