Todesfall
Retrovirus: Koalaweibchen Pippa im Zoo Zürich verstorben

Der Zürcher Zoo muss einen weiteren Todesfall unter den Tieren vermelden. Koalaweibchen Pippa ist gestorben. Sie wohnte seit fast zwei Jahren in Zürich.

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Das Koalaweibchen Pippa ist am Montag im Zoo Zürich an der Folgen einer Retrovirus-Erkrankung gestorben.

Das Koalaweibchen Pippa ist am Montag im Zoo Zürich an der Folgen einer Retrovirus-Erkrankung gestorben.

Zoo Zürich/ Marcel Rothmund

Pippa ist tot. Das Koalaweibchen im Zoo Zürich ist am Montag verstorben. Ursache dürfte eine Leukämie sein, die durch das Retrovirus ausgelöst wurde, wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Diese Viren kämen bei Koalas leider oft vor, bislang gäbe es keine Möglichkeit die Tiere vom Virus zu heilen. Pippa hatte in den letzten beiden Monaten zunehmend an Gewicht verloren und wurde darauf hin in den Hintergrund genommen, um besser überwacht werden zu können. Ohne Erfolg.

Pippa ist nach den Männchen Mikey und Milo das dritte Tier im Zoo Zürich, das an den Folgen des Retrovirus gestorben ist, schreibt der Zoo. Auch ausserhalb des Zoos sei das Virus allgegenwärtig: «Grosse Teile der wildlebenden Koala-Populationen in Australien sind bereits Virenträger.» Eine Leukämie, wie sie bei Pippa vermutet werde, ist eine der häufigsten Folgeerkrankungen bei Koalas. Die genaue Todesursache müsse nun durch eine Autopsie belegt werden. Die massenhafte Vermehrung des Retrovirus schwäche das Immunsystem des Koalas. Dadurch wird das Tier wiederum anfällig für andere Krankheiten.

Die knapp vierjährige Pippa kam im Juni 2019 aus dem Australian Reptile Park in den Zoo. Dort wurde sie auch Mutter und gebar 2020 Uki, «das erste Koala-Jungtier in der Schweiz», wie es in der Mitteilung heisst. Uki gehe es gut. (mg)

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