World Ethic Forum
Ethik statt Ökonomie: Pläne für ein alternatives WEF in Pontresina

Im Oktober soll in Pontresina das erste «World Ethic Forum» stattfinden. Dies als Kontrapunkt zum alljährlichen World Economic Forum (WEF). Unter den Organisatoren ist Musiker Linard Bardill.

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«Neues Zeitalter»: Liedermacher Linard Bardill will mit dem alternativen WEF in Pontresina Grosses erreichen.

«Neues Zeitalter»: Liedermacher Linard Bardill will mit dem alternativen WEF in Pontresina Grosses erreichen.

Keystone

(wap) Auf Initiative des Liedermachers Linard Bardill und des Kolumnisten Mark Zumbühl soll in Pontresina vom 1. bis am 3. Oktober das erste World Ethic Forum tagen. Dieses versteht sich als Gegenentwurf zum World Economic Forum (WEF), das jährlich in Davos stattfindet. Dieses Jahr jedoch findet es pandemiebedingt ab Montag als «Davos Agenda» lediglich online statt. Im Frühsommer dann ist ein physisches Treffen in Singapur statt in den Bündner Bergen geplant.

An einer Online-Medienkonferenz am Montag, wo die Pläne für das World Ethic Forum vorgestellt wurden, bezog sich Bardill auf das Buch «Covid-19: The great reset» von Klaus Schwab. Darin fordert der WEF-Gründer ein globales wirtschaftliches Umdenken. «Mit einer Veränderung des Kapitalismus hat man den Krieg noch nicht gewonnen», sagte der Bündner. Das World Ethic Forum wolle deshalb ein umfassenderes Umdenken anstossen, bei dem es nicht nur um Wirtschaft, sondern auch um Ethik gehe.

Teilnehmen wollen an der ersten Konferenz unter anderem die Soziologin und Journalistin Auma Obama sowie die Physikerin und Wissenschaftssoziologin Vandana Shiva. 500 Teilnehmende sollen an dem Wochenende im Herbst im Engadin an 20 Workshops die Konsequenzen einer «Erklärung des Rechts der Erde» diskutieren. Auf dem Programm stehen ausserdem eine enkeltaugliche Wirtschaft, «Ernährung und Landwirtschaft with Care», «philosophische Grundlagen einer neuen Zeit» oder «die Kraft der Generation Zukunft».

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