Unerwartet gestorben
Trauer im Bärenland Arosa: Ukrainische Bärin Jambolina stirbt bei Kastration

Die Kastration wurde dem Bärenweibchen am Mittwoch zum Verhängnis: Nach der Narkose setzte die Atmung aus, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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Die Bärin war erst im letzten Dezember aus der Ukraine in die Schweiz gekommen.

Die Bärin war erst im letzten Dezember aus der Ukraine in die Schweiz gekommen.

ho

Nach einem Leben in Käfig und Manege sollte die ehemalige ukrainische Zirkusbärin Jambolina im Bärenland Arosa ein artgerechtes Leben in der Natur führen können. Im Dezember wurde das Tier per Seilbahn in die Bündner Berge gebracht. Nun ist der kurze Lebensabend von Jambolina schon vorbei. Wie die Stiftung Arosa Bären und ihre Parterorganisation Vier Pfoten am Mittwoch mitteilten, verstarb das Tier unerwartet nach einer Narkoseinjektion.

Geplant war bei dem Eingriff die Kastration des Weibchens, ausserdem sollten die Zähne saniert werden. Dafür sei eigens «ein Team aus erfahrenen Wildtierärztinnen und -ärzten» nach Arosa gereist. Ziel der Operation sei es gewesen, «dem Tier ein artgemässes Leben ohne Schmerzen zu ermöglichen», heisst es in der Mitteilung.

Daraus wurde nichts: Gleich nach der Injektion hörte die Bärin auf zu armen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die tote Jambolina wird nun nach Zürich gebracht. Dort soll eine Obduktion Informationen über eine allfällige Vorerkrankung liefern. (wap)

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