Erstickunsgefahr
Vorsicht in der Weihnachtszeit: Erdnüsse können für Kleinkinder gefährlich sein

In der Vorweihnachtszeit werden immer wieder Kinder mit Atemproblemen ins Spital gebracht. Der Grund: Sie haben sich an einer Erdnuss verschluckt.

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Wenn der Samichlaus Erdnüsse bringt, kann es für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich werden. (Symbolbild)

Wenn der Samichlaus Erdnüsse bringt, kann es für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich werden. (Symbolbild)

Keystone

(wap) In den letzten drei Jahren seien rund 50 Säuglinge und Kleinkinder mit Verdacht auf eine Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper behandelt worden, meldete das Luzerner Kantonsspital am Mittwoch. Dies geschehe gehäuft in der Advents- und Vorweihnachtszeit. Oft hätten die Kleinkinder Erdnüsse verschluckt. «Gerade um die Samichlauszeit erhalten Kinder oft Nüssli in einem bunten Sack geschenkt», heisst es in der Mitteilung.

Das Luzerner Kantonsspital will deshalb auf die Gefahr aufmerksam machen. Wenn sich das Kind verschluckt habe, solle man zunächst Ruhe bewahren und versuchen, den Gegenstand aus dem Mund zu nehmen. Dabei sei darauf zu achten, dass man ihn nicht in den Rachen schiebe. Wenn der Husten nicht weggehe, solle man einen Arzt aufsuchen, da sich möglicherweise ein zweiter Fremdkörper in den Atemwegen befinde.

Wenn das Kind nicht mehr atmet, sind laut dem Luzerner Kantonsspital folgende Anweisungen zu beachten:

  • Sofort 144 alarmieren
  • Bei Säuglingen: Mit Gesicht nach unten auf den Unterarm nehmen und auf den Rücken klopfen
  • Bei Kindern ab einem Jahr: Heimlich-Manöver anwenden. Dabei werden die Hände in der Mitte des Bauches zusammengedrückt, was dem Kind beim Aushusten hilft

Das Heimlich-Manöver dürfe aber nicht geübt werden, warnt das Kantonsspital. Es berge Verletzungspotenzial und dürfe deshalb nur im Notfall angewendet werden.