Wetterbilanz
Für einmal blieb die grosse Hitze aus: Temperaturen im Juli unter Durchschnitt

Nach einem zu warmen Juni blieben die Temperaturen im Juli leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. Mittlerweile ungewohnt: Es gab kaum Tage mit Temperaturen über 30 Grad.

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Rekordniederschläge in Altdorf: Der Juli 2021 pulverisierte sogar den Rekord von 1877. (Archivbild)

Rekordniederschläge in Altdorf: Der Juli 2021 pulverisierte sogar den Rekord von 1877. (Archivbild)

Keystone

Das schlechte Juliwetter schlägt sich nur geringfügig auf die Durchschnittstemperatur nieder. Verglichen mit dem Mittelwert 1981-2020 lagen die Temperaturen nämlich nur geringfügig unter Durchschnitt. Diese Bilanz zieht der Wetterdienst Meteonews in einer Mitteilung vom Montag. Die stärkste Abweichung zeigte die Station Luzern mit einer Durchnittstemperatur von 18,2 Grad. Das sind 0,8 Grad unter dem langjährigen Mittel. Ähnliche Werte gab es in Aarau, Basel und St. Gallen. In den Bergen und im Süden waren die Temperaturen durchschnittlich: In Lugano beträgt die Abweichung +0,1 Grad, auf dem Säntis +0,2 Grad.

Deutlich aus der Reihe tanzte der Juli aber bei der Bewölkungsdauer und den Niederschlägen. Vielerorts fiel mehr als doppelt soviel Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt: In Bern betrug die Abweichung 137 Prozent, in Sion 128 Prozent. In Luzern gab es mit 317,6 mm doppelt soviel Regen wie üblich. Die grösste Regensumme wurde an der Station Robiei im Maggiatal (TI) gemessen. Dort kamen 591 Liter pro Quadratmeter zusammen. Damit wurde ein neuer Rekord aufgestellt. In Airolo wurde gar der Rekord von 1888, in Altdorf jener von 1877 übertroffen. (wap)

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