Zukunftstechnologie
Dieses Lenkrad bewegt sich wie von Geisterhand: Schweizer entwickeln ferngesteuertes Auto

Mit Unterstützung von Postauto und SBB forscht die Hochschule Freiburg an ferngesteuerten Fahrzeugen. Diese könnten im Regionalverkehr in Randgebieten zum Einsatz kommen.

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Keystone-SDA

Vierzehn selbstfahrende Autos sind in der Schweiz im öffentlichen Verkehr im Einsatz. Der Haken: Noch muss aus rechtlichen Gründen auch dann ein Chauffeur im Fahrzeug sein, wenn dieses automatisch fährt. Personalkosten lassen sich so kaum sparen.

Mit einem vom Bund unterstützten Pilotprojekt der Freiburger Hochschule für Technik und Architektur soll sich dies ändern. Der Trick: Der Chauffeur soll das Fahrzeug in Zukunft via Fernsteuerung lenken können. Am Dienstag stellten die Freiburger Tüftler ein erstes ferngesteuertes Fahrzeug vor:

zvg

Mit dem neuen System sei es möglich, dass ein Operateur von seiner Zentrale aus mehrere Fahrzeuge gleichzeitig bedienen könne, schreibt die Hochschule in einer Mitteilung dazu.

So könne dieser den Betrieb der Fahrzeuge überwachen und gegebenenfalls die Lenkung übernehmen, wenn dies notwendig werde. Auch könne er jederzeit mit den Passagieren in Verbindung treten. Wichtig sei dabei, dass die Cybersicherheit gewährleistet sei.

24-Stunden-Ruf-Shuttle-Betrieb

Das System eröffnet laut Mitteilung neue Möglichkeiten für den Regionalverkehr in Randregionen, wo die öffentlichen Verkehrsmittel selten fahren und oft schlecht ausgelastet sind.

So könnte zum Beispiel auf einen 24-Stunden-Ruf-Shuttle-Betrieb umgestellt werden, so die Mitteilung. Beteiligt an dem Projekt sind unter anderen auch die SBB und die Postauto AG. Das System könnte auch bei der Auslieferung von Waren Anwendung finden, heisst es in der Mitteilung. (wap)

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