Arbeitsmarkt
Erwerbsquote sinkt leicht – auf die lange Sicht legen 55- bis 64-Jährige aber zu

Im letzten Jahrzehnt ist der Anteil der Berufstätigen in der Schweiz gestiegen. Auch wenn die Erwerbsquote coronabedingt zuletzt sank, wie die neueste Arbeitskräfteerhebung des Bundes zeigt.

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Die Erwerbsquote in der Schweiz ist in den letzten zehn Jahren gestiegen – besonders bei den 55- bis 64-Jährigen (plus 6 Prozent).

Die Erwerbsquote in der Schweiz ist in den letzten zehn Jahren gestiegen – besonders bei den 55- bis 64-Jährigen (plus 6 Prozent).

Keystone

Konkret waren 2021 83,7 Prozent der Schweizer Bevölkerung berufstätig. Das ist 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr und 0,6 Prozent weniger als im letzten Jahr vor Ausbruch der Coronapandemie (84,3 Prozent). Dabei liegt die Erwerbsquote bei Männern höher als bei den Frauen (87,5 gegenüber 79,7 Prozent). Dies geht aus der jüngsten, am Donnerstag publizierten Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Über die letzten zehn Jahre gesehen hat sich die Erwerbsquote jedoch positiv entwickelt: Zwischen 2011 und 2021 stieg sie um 1,6 Prozentpunkte. Besonders stark legten dabei die 55- bis 64-Jährigen zu: um fast 6 Prozent auf 75,8 Prozent. Zudem war 2021 fast jede fünfte Person der 65- bis 74-Jährigen noch berufstätig. Gesunken ist der Anteil Erwerbstätiger dagegen bei der jüngsten Altersgruppe (15 bis 24 Jahre): um 3,2 Prozent auf 65,4 Prozent.

Während der Teilzeitanteil bei den Männern in den letzten zehn Jahren um fast 4 Prozent gestiegen ist, bleibt er bei den Frauen praktisch stabil. 57,5 Prozent der erwerbstätigen Frauen arbeiteten 2021 Teilzeit. Bei den Männern liegt der Anteil trotz der Zunahme rund viermal tiefer (15,5 Prozent). Nur jeder zehnte Mann nannte «Kinderbetreuung» als Grund für Teilzeitarbeit, während dies mehr als jede vierte Frau angab. (aka)