Banken
Nach Greensill-Pleite: Credit Suisse ernennt neuen Chef für Division Asset Management

Die Grossbank Credit Suisse zieht die Konsequenzen nach dem Debakel um Greensill. Sie spaltet die Division Asset Management ab und setzt ihr einen neuen CEO vor.

Drucken
Teilen
Übernimmt neu die ausgegliederte Division Asset Management: Ulrich Körner.

Übernimmt neu die ausgegliederte Division Asset Management: Ulrich Körner.

Keystone

(dpo) Das Debakel um den britisch-australischen Lieferketten-Finanzierer Greensill zeiht bei der Credit Suisse weitere Kreise. Wie die Grossbank am Donnerstag bekanntgab, erhält die Division Asset Management einen neuen Chef per 1. April. Künftig soll sie von Ulrich Körner geführt werden, der direkt an CEO Thomas Gottstein berichtet. Bereits zuvor hat die CS den Chef des Schweizer Asset Management, Michel Degen, suspendiert.

Ulrich Körner kehrt somit zur CS zurück, nachdem er bereits von 1998 bis 2009 bei der Grossbank gearbeitet hat. Der bisherige Leiter, Eric Varvel, wird laut Mitteilung Körner in den kommenden Monaten bei der Einarbeitung unterstützen und sich dann auf seine «anderen Aufgaben als Chef der Credit Suisse Holdings (USA) und Chairman der Investment Bank fokussieren».

CEO Gottstein räumt erstmals Kosten ein

Zudem wird die CS den Bereich Asset Management per 1. April aus der Division International Wealth Management herausnehmen und in Zukunft als neue separate Division führen.

Greensill Capital hat erst vor kurzem Insolvenz angemeldet. Die Credit Suisse hat am Montag vor einer Woche damit begonnen, vier Investmentfonds zu liquidieren. In diesen Fonds hatten über 1000 institutionelle und vermögende Privatinvestoren rund 10 Milliarden Dollar angelegt. Inzwischen habe die Credit Suisse 4,4 Milliarden Dollar an die Investoren der vier Fonds zurückbezahlt. CEO Thomas Gottstein hat am Dienstag auf einer Investorenkonferenz erstmals offiziell mögliche «Kosten» für die Bank aus der Pleite von Greensill eingeräumt.

Aktuelle Nachrichten