Berufswahl
Ein Drittel der Lehrstellen ist trotz Corona bereits vergeben

Bislang sind 35 Prozent der Lehrverträge abgeschlossen worden. Gemäss dem Staatssekretariat für Bildung entspricht das in etwa der Entwicklung des Vorjahres.

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In der Gastrobranche verzögert sich die Rekrutierung von Lernenden noch. (Symbolbild)

In der Gastrobranche verzögert sich die Rekrutierung von Lernenden noch. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Per Ende Februar sind schweizweit rund 28'000 Lehrverträge für den Lehrbeginn im Sommer 2021 unterzeichnet worden. Dies entspreche 35 Prozent der im Jahr 2020 insgesamt abgeschlossenen Lehrverträge. Damit verläuft die Lehrstellenvergabe ähnlich wie in den Vorjahren, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation am Mittwoch bekannt gibt.

Dabei sei die Vergabe von Lehrstellen in der Deutschschweiz bereits weiter vorangeschritten. Dies sei aber darauf zurückzuführen, dass der Rekrutierungsprozess in der lateinischen Schweiz traditionell etwas später beginne.

Verzögerung in Fitness- und Gastrobranche

Ganz ohne Spuren zieht die Coronakrise aber auch am Lehrstellenmarkt nicht vorbei. So kommt es gemäss Mitteilung zu gewissen Verzögerungen bei der Rekrutierung von Lernenden in der Fitness- und Eventbranche sowie im Hotel- und Gastronomiebereich. Diese Branchen seien besonders von der Pandemie betroffen.

Der Bund will laut eigenen Angaben weiterhin Projekte zur Stabilisierung des Lehrstellenmarktes mit dem Förderschwerpunkt «Lehrstellen Covid-19» unterstützen. So könne beispielsweise die betriebliche Bildung im Hotel-, Gastronomie- und im Fitnessbereich weiterhin gewährleistet werden.

Zudem hat die Taskforce «Perspektive Berufslehre 2020» Ende Februar die online Kampagne #Prolehrstellen lanciert. Diese soll Jugendliche und deren Eltern zum Besuch von virtuellen Berufsmessen animieren und Betriebe dazu motivieren, weiterhin Lehrstellen anzubieten, heisst es.