Corona
Einkommen: Die Schere zwischen Arm und Reich wird grösser

Obwohl die Schweizer Haushaltseinkommen steigen: Die Coronakrise wirkt sich negativ auf die Einkommensverteilung aus. Das zeigt eine Untersuchung der Bank Cler.

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Das Haushaltseinkommen in der Schweiz ist gestiegen.

Das Haushaltseinkommen in der Schweiz ist gestiegen.

Keystone

(abi) Die gute Nachricht vorneweg: Die Reineinkommen sind in der Schweiz zwischen 2007 und 2017 im Schnitt um 5400 auf gut 68'500 Franken gestiegen. Der durchschnittliche Haushalt verdient damit 8,6 Prozent mehr. Das zeigt der am Freitag veröffentlichte «Swiss Income Monitor» der Bank Cler. «Doch insgesamt wurde die Ungleichheit der Einkommensverteilung leicht stärker und somit die Schere zwischen Arm und Reich etwas grösser», wird Mats Bachmann, Leiter CEO Office, zitiert.

BAK-Chefökonom Martin Eichler geht davon aus, dass die Einkommensschere wegen Corona noch weiter aufgeht. Vor allem die Belastung am untersten Ende der Einkommensverteilung sei überproportional gross. «Unterdurchschnittliche Einkommen müssen weitere Einbussen verkraften», sagt er.

Höchstes Reineinkommen im Kanton Zug

Das mittlere Reineinkommen (Median), das nicht durch einzelne Spitzenverdiener verzerrt wird und quasi den «Normalbürger» zeigt, betrug 2017 rund 52'600 Franken. Es ist seit 2007 um 3500 Franken respektive 7,1 Prozent angestiegen, wie es weiter heisst. Am höchsten ist das mittlere Reineinkommen im Kanton Zug (66'100 Franken) vor Basel-Landschaft (59'200 Franken) und Zürich (58'500 Franken). Den Schluss der Rangliste bilden das Tessin (44'500 Franken) und das Wallis (41'400 Franken).

Um 52 Prozent auf 330'000 Personen gestiegen ist zudem die Anzahl der Vermögensmillionäre. Dazu beigetragen hätten neben der positiven Einkommensentwicklung besonders die Preise von Wertschriften und Immobilien.

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