Coronakrise
Flughafen Zürich macht 69 Millionen Franken Minus

Die Erträge der Flughafen Zürich AG haben sich im Pandemiejahr 2020 fast halbiert. Das Unternehmen könne die Krise aber aus eigener Kraft bewältigen, so CEO Stephan Widrig.

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Will die Krise aus eigener Kraft bewältigen: CEO Stephan Widrig. (Archivbild)

Will die Krise aus eigener Kraft bewältigen: CEO Stephan Widrig. (Archivbild)

Keystone

(wap) Kaum eine Branche ist von der Pandemie so stark betroffen wie die Luftfahrt. Dies spürt man auch am Boden. Am Freitag meldete die Flughafen Zürich AG für das vergangene Jahr einen historischen Verkehrseinbruch. Die Erträge sanken demnach um 48,8 Prozent von 1,2 Milliarden auf 624 Millionen Franken. Der Konzernverlust wird auf 69,1 Millionen Franken beziffert.

Allerdings könne das Unternehmen die Krise aus eigener Kraft bewältigen, wird CEO Stephan Widrig in der Mitteilung zitiert. Dies dank dem hohen Eigenfinanzierungsgrad. Auf die Krise reagiert das Unternehmen mit Sparmassnahmen, einer Anpassung der Investitionsplanung und der Aufnahme von Kapital am Anleihenmarkt. Ausserdem werden keine Dividenden ausgezahlt.

Vermietungsquote im «Circle» trotz Pandemie zufriedenstellend

Am Standort Zürich sei das Unternehmen gut für die Zeit nach der Pandemie positioniert, heisst es in der Medienmitteilung weiter. So werden dieses Jahr zwischen 200 und 220 Millionen in den Standort investiert. Mit dem im November 2020 eröffneten Dienstleistungszentrum «The Circle» zeigt sich das Unternehmen in der Mitteilung zufrieden. Die Vermietungsquote sei mit 85 Prozent «gut».

Das internationale Fluggeschäft wird künftig als eigener Bereich geführt. Er wird ab dem 1. Mai von Daniel Bircher geführt. Er ist seit 2019 CEO des Zurich Airport Asia in Kuala Lumpur. Im Fokus des neuen Geschäftsbereich stehen sollen die Märkte Brasilien und Indien, wo derzeit ein neuer Grossflughafen für die Region Delhi gebaut wird.