Energiepreise
Weil der Strom aus Eigenproduktion kommt: keine Preiserhöhung bei der BKW

Der für 2023 befürchtete Energiepreisschock wird an den Kunden der BKW vorübergehen. Der Stromversorger will lediglich die erhöhten Netzgebühren weitergeben, die Preise für den Strom bleiben gleich.

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Wasserkraftwerk Mühleberg: Der Strom der BKW-Grundversorgung kommt hauptsächlich aus eigener Produktion.

Wasserkraftwerk Mühleberg: Der Strom der BKW-Grundversorgung kommt hauptsächlich aus eigener Produktion.

Keystone

Wer seinen Strom über die Grundversorgung der BKW bezieht, muss sich vor der Stromrechnung des nächsten Jahres nicht fürchten: Bei einem Jahresverbrauch von 4'500 Kilowattstunden ist mit Mehrkosten von 13.50 Franken zu rechnen, wie die BKW am Dienstag mitteilte. Damit will der Berner Stromversorger nur die gestiegenen Gebühren der Netzbetreiberin Swissgrid weitergeben. Der Strom selbst bleibt für Grundversorgte gleich teuer wie bisher.

Möglich ist dies der BKW, weil sie hauptsächlich Strom aus ihren eigenen Kraftwerken anbietet. Der Preis hänge damit nicht vom Markt, sondern von den Produktionskosten ab, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Dank Effizienz- und Digitalisierungsmassnahmen sei es der BKW so möglich, den Preis trotz allgemeiner Teuerung stabil zu halten.

Die BKW betreibt in der Schweiz zahlreiche eigene Wasserkraftwerke und ist an weiteren Wasserkraftgesellschaften sowie dem Kernkraftwerk Leibstadt beteiligt. Daneben ist das Unternehmen in verschiedene Wind- und Solaranlagen, aber auch in Kern-, Kohle- und Gaskraftwerke im Ausland investiert. (wap)