Ferien in der Schweiz
Ein Drittel weniger Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen

Im Jahr 2020 haben die Hotellerie und die Parahotellerie einen Drittel weniger Übernachtungen verzeichnet als im Vorjahr. Geboomt haben während dem Pandemiejahr einzig die Camping-Plätze.

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Plastikstühle, Grill, Zelt: Im Jahr 2020 verbrachten viele Schweizerinnen und Schweizer die Ferien auf dem Camping-Platz. (Symbolbild)

Plastikstühle, Grill, Zelt: Im Jahr 2020 verbrachten viele Schweizerinnen und Schweizer die Ferien auf dem Camping-Platz. (Symbolbild)

Keystone

Im vergangenen Jahr machten weniger Menschen Ferien in der Schweiz. Dies zeigt sich deutlich in den am Montag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) für die Parahotellerie. Unter der Parahotellerie versteht man touristische Beherbergungsangebote wie Ferienwohnungen, Campingplätze und Kollektivunterkünfte. 2020 wurde 14,8 Millionen Mal in solchen Unterkünften geschlafen. Dies entspricht einem Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zusammen mit der klassischen Hotellerie steigt das Minus auf einen Drittel. Insgesamt verzeichneten die Hotellerie und die Parahotellerie zusammen noch 38,5 Millionen Logiernächte. Der Rückgang der Nachfrage war besonders bei den ausländischen Gästen gross (-61,9 Prozent). Trotz Aufrufen, die Ferien in der Schweiz zu verbringen, war die Nachfrage auch von inländischen Gästen leicht rückläufig (-3,7 Prozent).

Schlafen im Zelt sagte vielen zu

Am meisten gelitten haben die Kollektivunterkünfte, die einen Einbruch von 39 Prozent verzeichneten und wo der Rückgang sowohl von inländischen als auch ausländischen Gästen stark war. Nicht so bei den Ferienwohnungen: Dort vermochten die inländischen Gäste einen Teil des Nachfragerückgangs aus dem Ausland abfedern.

Als einziger Profiteur aus dem Jahr der Coronakrise gehen die Campingplätze hervor. Sie verzeichnen einen Anstieg der Logiernächte um 11 Prozent. Somit kommen die Campingplätze auf 3,4 Millionen Logiernächte. Während die Nachfrage aus dem Ausland abgenommen hat, haben die Schweizerinnen und Schweizer die Campingplätze regelrecht gestürmt: Die Nachfrage von inländischen Gästen stieg um einen Drittel an. (gb)

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