Freizeitstätten
«Kräfte bündeln»: Neuer Verband will sich für den Tagestourismus stark machen

Freizeitparks, Zoos oder Museen: Ein neuer Verband will sich ganz für die Interessen des Schweizer Freizeittourismus einsetzen. Die Gründungsmitglieder fordern ein nationales Impulsprogramm.

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Eines der Gründungsmitglieder des neuen Freizeitverbandes: Maison Cailler.

Eines der Gründungsmitglieder des neuen Freizeitverbandes: Maison Cailler.

Keystone

Die Schweizer Tourismusbranche hat einen neuen Verband. Elf Gründungsmitglieder haben den Schweizer Verband der Freizeitstätten ins Leben gerufen. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die «Interessen und Aktivitäten des Freizeittourismus zu vertreten und so sein ganzes Gewicht auf Ebene der Politik zur Geltung zu bringen», wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Freizeitparks, Museen, Zoos oder touristische Sehenswürdigkeiten würden alle dazu beitragen, die Attraktivität des Schweizer Tagestourismus zu steigern, schreibt der Verband. Die Branche zähle jährlich über 40 Millionen Besucher und habe ein geschätztes wirtschaftliches Gewicht von mehr als einer Milliarde Franken. Allerdings sei der Freizeittourismus hart von der Krise getroffen worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Viele Akteure müssten grosse Umsatzeinbussen hinnehmen.

Impulsprogramm und Beobachtungsstelle

Der neue Verband der Freizeitstätten hat sich deshalb unter anderem zum Ziel gesetzt, ein branchenspezifisches nationales Impulsprogramm für die Jahre 2021 bis 2025 auf den Weg zu bringen. Damit soll die Branche Unterstützung für strukturelle Investitionen oder Marketingaktionen erhalten. Weiter fordert der Verband eine «klare Verpflichtung der Politik», laufende Unterstützungen für Freizeitakteure nicht zu reduzieren. Weiter will er eine «Nationale Beobachtungsstelle für Kultur- und Freizeittourismus» schaffen, die unter anderem die Entwicklung des Marktes abschätzen soll.

Der Verband wirbt nun aktiv um Mitglieder, im Jahr 2023 sollen es gemäss der Zielsetzung 200 sein. Hinter dem Verband stehen elf Gründungsmitglieder: Aquaparc, Maison Cailler, Swiss Vapeur Parc, die Alaïa-Gruppe, Chaplin’s World, die Fun Planet-Gruppe, Les Mines de Sel de Bex, Freizeit.ch, Thematis, Go2Play, und B+G & Partners. (agl)

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