Industrie
Sulzer: Aktionäre stimmen für Abspaltung – nun soll medmix AG an die Börse

Die Aktionäre des Industriekonzerns Sulzer haben der Abspaltung der Einheit «Applicator Systems» fast einstimmig zugestimmt. Nun soll diese als medmix AG Ende Monat an die Börse gebracht werden.

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Der Industriekonzern trennt sich von seiner Sparte «Applicator Systems» und will diese Ende Monat als eigene Firma an die Börse bringen.

Der Industriekonzern trennt sich von seiner Sparte «Applicator Systems» und will diese Ende Monat als eigene Firma an die Börse bringen.

Keystone

Wie Sulzer am Montag mitteilte, stimmten 99,56 Prozent der gleichentags an der ausserordentlichen Generalversammlung vertretenen Stimmen für die Abspaltung und Gründung. Erforderlich gewesen wären zwei Drittel der Stimmen. Gleichzeitig wurde Grégoire Poux-Guillaume als neues Mitglied des Verwaltungsrats und zum Präsidenten der medmix AG ernannt. Das Spin-off ist auf präzise Plastikinstrumente zur Applikation von Flüssigkeiten (Insulin, Dentalfüllungen, High-Tech-Klebstoffe, Wimperntusche) spezialisiert. Es soll jährlich 450 Millionen Franken umsetzen.

Sulzer-Hauptaktionär Viktor Vekselberg (49 Prozent) und das Management des in der Schweiz beheimateten, international tätigen Industriekonzerns, sind überzeugt, dass die abzuspaltende Einheit als eigenständige Firma an der Börse einen deutlich höheren Wert erreichen wird. Die These hat den Realitätstest dabei längst bestanden. Seit Sulzer im Mai den Spin-off angekündigt hat, stieg der Aktienkurs von 105 auf über 140 Franken. Das entspricht einer Wertvermehrung von rund einer Milliarde Franken. (sat)

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