Konsum
Steigende Teuerung: Das rät der Preisüberwacher jetzt

Die Inflation nimmt infolge des Ukraine-Krieges weiter zu. Das beschäftigt auch den Eidgenössischen Preisüberwacher. Stefan Meierhans verrät, worauf die Bevölkerung nun achten sollte.

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Die Menschen in der Schweiz spüren die Folgen der Inflation direkt im Portemonnaie.

Die Menschen in der Schweiz spüren die Folgen der Inflation direkt im Portemonnaie.

Symbolbild: Keystone

Die Folgen der Coronapandemie und der Ukraine-Krieg befeuern aktuell die Inflation. Das spüren auch die Schweizer Haushalte. Gemäss dem Eidgenössischen Preisüberwacher können sich zwar viele die Teuerung noch leisten.

Dennoch sollte sich die Bevölkerung Gedanken darüber machen. Konkret rät Stefan Meierhans in einem Interview mit dem «Blick» vom Freitag:

«Jede und jeder sollte Preise vergleichen, auch wenn man es sich leisten könnte, etwas mehr zu bezahlen.»
Preisüberwacher Stefan Meierhans.

Preisüberwacher Stefan Meierhans.

Keystone

Wer die Preise vergleiche, erweise laut dem Preisüberwacher nicht nur seinem eigenen Portemonnaie einen Dienst, sondern der gesamten Volkswirtschaft: «Man sorgt nämlich dafür, dass der Wettbewerb spielt. Und davon profitieren am Ende eben vor allem jene mit kleinerem Budget.»

Derzeit beschäftigen Meierhans vor allem die steigenden Benzin- und Gaspreise. Der Preisüberwacher wiederholt seine Forderung nach einer Benzinpreis-App, wie sie Österreich bereits kennt. Dort seien die Benzinpreise dank des Spritpreisrechners «um bis zu 23 Prozent gesunken».

Gaspreise: Städte und Gemeinde sollen auf zusätzliche Gebühren verzichten

Schwieriger ist es laut Meierhans indes gegen die hohen Gaspreise vorzugehen. Gas werde oft beim lokalen Gasversorger bezogen und somit hätten viele keine Auswahl. Weil die Gasversorger aber meist in den Händen von Städten und Gemeinden seien, sieht er trotzdem eine Lösung. «Statt die Gaspreise jetzt sofort zu erhöhen, sollten sie ihre Reserven einsetzen, um die Schwankungen zu glätten.»

Zusätzlich zum Gas fallen bei der Gemeinde laut Meierhans zudem oft Konzessionsabgaben und Durchleitungsgebühren an. Deshalb fordert er: «Auf diese Gebühren sollten die Städte in der aktuellen Situation verzichten.» (dpo)

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