Konsumtrends
Trotz mehr Optimismus: Konsumenten bleiben in der Pandemie vorsichtig

Die Pandemie hat weiterhin Einfluss auf das Konsumverhalten in der Schweiz: Viele verzichten immer noch auf Fitnesscenter, Restaurants oder das Flugzeug. Am Arbeitsplatz hält mitgebrachtes Essen Einzug.

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Neue Arbeitsrealität: Mittagessen in einer Kantine unter Einhaltung der Schutzmassnahmen.

Neue Arbeitsrealität: Mittagessen in einer Kantine unter Einhaltung der Schutzmassnahmen.

Keystone

Insgesamt ist die Stimmung in der Schweiz besser als in der ersten Hälfte des Jahres: Damals machten sich noch 44 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer grosse oder gar sehr grosse Sorgen um die eigene wirtschaftliche Zukunft. Jetzt, im September, liegt dieser Wert nur noch bei rund einem Drittel. Dies zeigt die jüngste, am Dienstag publizierte Umfrage des Marktforschungsinstituts Growth from Knowledge (GfK). Rund ein Fünftel fürchtet sich demnach noch vor der Kündigung oder einer anderen Verschlechterung der Arbeitssituation. Betroffen seien besonders Personen unter 30 Jahren und solche aus der Westschweiz.

Trotz gestiegenem Optimismus bleiben die Konsumentinnen und Konsumenten laut der GfK-Umfrage jedoch vorsichtig, So verzichteten viele nach wie vor auf den Besuch von Restaurants, Fitnesscentern oder dem Flugzeug. Und am Arbeitsplatz werde am häufigsten mitgebrachtes Essen von Zuhause konsumiert. Nur 18 Prozent essen laut GfK mindestens ein Mal pro Woche in einer Kantine, 31 Prozent im Restaurant. Kleine Anbieter und lokale Produzenten würden dabei verstärkt berücksichtigt. Rund ein Drittel folgt laut Umfrage ausserdem der Philosophie, wonach es besser sei, weniger und dafür hochwertigere Produkte zu besitzen.

In der letzten Befragung von GfK hatte eine Mehrheit noch angegeben, in Zukunft weniger Geld ausgeben zu wollen. 28 Prozent gaben damals an, grosse Einkaufszentren zu meiden. Zu Beginn der Coronakrise hatte dieser Wert sogar noch bei 45 Prozent gelegen. (wap)

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