Krankenkassenwechsel
Grundversicherung: Helsana und CSS sind die grossen Gewinnerinnen

Die Helsana-Gruppe konnte in den letzten fünf Jahren bei den Grundversicherten am stärksten zulegen. Am anderen Ende der Skala steht mit einem grossen Versicherten-Rückgang die Groupe Mutuel.

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Ende Jahr stehen Schweizerinnen und Schweizer vor der Wahl, ob sie die Krankenkasse wechseln wollen oder nicht.

Ende Jahr stehen Schweizerinnen und Schweizer vor der Wahl, ob sie die Krankenkasse wechseln wollen oder nicht.

Keystone

Die Helsana-Gruppe ist seit 2016 um 295'000 Grundversicherte gewachsen, wie der Krankenkassenreport 2021 des Vergleichsdiensts Comparis zeigt. Das entspricht laut einer Mitteilung vom Montag einer Zunahme von 26 Prozent auf 1,45 Millionen Versicherte. Von 2020 auf dieses Jahr hat die Gruppe 80'000 Versicherte gewinnen können. Dicht hinter der Marktführerin kommt die CSS-Gruppe. Diese konnte in den letzten fünf Jahren knapp zehn Prozent mehr Versicherte gewinnen. Im letzten Jahr waren es 63'000 oder 4,6 Prozent mehr Versicherte.

Helsana habe dabei trotz höherer Prämien stärker zugelegt als die CSS, wird Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly in der Mitteilung zitiert. Dies, «weil sie mehr Geld für neue Kunden ausgegeben hat als ihre Konkurrentin», so Schneuwly. Bei den mittelgrossen Krankenkassen konnte laut dem aktuellen Comparis-Report die Swica mit rund 19 Prozent zusätzlichen Versicherten am stärksten zulegen. Mit mittlerweile 845'000 Kundinnen und Kunden verkürzt sie damit den Abstand zu den Branchenführern.

Grosse Verliererin der letzten Jahre ist Walliser Groupe Mutuel. Laut Comparis hat diese Krankenversicherung seit 2016 insgesamt 304'000 Grundversicherte verloren und ist damit um gut einen Viertel geschrumpft. Der Versicherer betreut heute noch 955'000 Personen. «Der verbesserte Risikoausgleich hat die Groupe Mutuel zu stärkeren Prämienerhöhungen gezwungen als zum Beispiel die ebenfalls in der Romandie domizilierte Assura», so Felix Schneuwly. (agl)

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