Lebensmittel
Verzögerte Ernte: Schweiz muss weitere 5000 Tonnen Kartoffeln importieren

Der Bund hat die Einfuhr von zusätzlichen 5000 Tonnen Speisekartoffeln genehmigt. Die Kartoffelbranche hat unter anderem wegen dem schlechten Wetter im Frühling zu kämpfen.

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Die schlechte Witterung im Frühling führt dazu, dass sich die Kartoffelernte verzögert.

Die schlechte Witterung im Frühling führt dazu, dass sich die Kartoffelernte verzögert.

Keystone

Die Erhöhung des Teilzollkontingents für Kartoffeln geht auf einen Antrag von Swisspatat, der Branchenorganisation der Schweizerischen Kartoffelwirtschaft, zurück. Wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Donnerstag mitteilt, hat die Branche mit einem Rückgang der Lagerbestände zu kämpfen.

Zum einen werde das schlechte Wetter im Frühling die Kartoffelernte um zwei bis drei Wochen verzögern. Zum anderen sei die Nachfrage der Haushalte nach Kartoffeln höher als sonst gewesen: Aufgrund der Restaurantschliessungen seien mehr Kartoffeln verkauft worden als in den Vorjahren, heisst es. Entsprechend lag der Kartoffelabsatz Ende April 30 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.

Eine weitere Schwierigkeit stellte zudem der heisse Sommer 2020 dar: Bei der Einlagerung der Knollen im Herbst war ihre Alterung bereits weiter fortgeschritten, was wiederum ihre Haltbarkeit reduzierte, wie das BWL weiter mitteilt. Die Erhöhung des Kontingents um 5000 Tonnen ist zeitlich befristet und gilt vom 1. bis 31. Juli 2021. (dpo)

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