Pharmabranche
Auch dank Coronatests: Roche steigert Umsatz im zweiten Quartal

Nach einem harzigen Start ins Jahr verspürt Roche Aufwind. Der Basler Pharmakonzern konnte im ersten Halbjahr seinen Umsatz steigern – auch dank der Covid-19-Tests.

Drucken
Teilen
Der Basler Pharmariese Roche hatte im ersten Quartal grossen Erfolg mit Coronatests.

Der Basler Pharmariese Roche hatte im ersten Quartal grossen Erfolg mit Coronatests.

Keystone

Insgesamt erreichten die Konzernverkäufe in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Wert von 30,7 Milliarden Franken. Währungsbereinigt bedeutet dies ein Plus von 8 Prozent, in Franken waren es 5 Prozent. Das gab Roche am Donnerstag bekannt.

Dabei entwickelten sich die beiden Divisionen. Während bei der Pharma die Verkäufe um 3 Prozent auf 21,7 Milliarden Franken zurückgingen (in Franken gar um 7 Prozent), zeigte sich bei der Division Diagnostics ein umgekehrtes Bild. Dort resultierte währungsbereinigt ein Plus von 51 Prozent. Die Erlöse beliefen sich auf 9 Milliarden Franken. Grund dafür waren die anziehenden Verkäufe bei den Covid-19-Tests.

«Gutes Ergebnis»

Diese gegenläufige Tendenz hatte sich bereits im ersten Quartal angedeutet. Damals hatte das Unternehmen den Wettbewerb durch Nachahmepräparate zu spüren bekommen und in der Division Pharma einen Verkaufsrückgang von 9 Prozent vermeldet. Die Situation hat sich gemäss Mitteilung aber entspannt: Die Verkäufe der Division Pharma wachsen seit dem zweiten Quartal wieder.

Zufrieden zeigt sich die Konzernspitze: «Wir haben im ersten Halbjahr gute Ergebnisse erzielt, vor allem dank der Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten und Covid-19-Tests», lässt sich CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitieren.

Der Konzerngewinn belief sich auf 8,2 Milliarden Franken. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 entspricht das einem Plus von 2 Prozent, in Franken resultierte jedoch ein Minus von 3 Prozent.

Trotz der weiterhin starken Auswirkungen des Wettbewerbs durch Biosimilars hält Roche an der Jahresprognose für 2021 fest und erwartet insgesamt ein Verkaufswachstum «im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich». Das Unternehmen ist zudem bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen. (rwa)

Aktuelle Nachrichten