Solar
Meyer Burger meldet volle Auftragsbücher – Firmenumbau lässt Umsatz einbrechen

Nach seiner Neuausrichtung meldet der Schweizer Solarpionier Meyer Burger zwar randvolle Auftragsbücher. Doch der Umsatz bricht wegen dem Firmenumbau im ersten Halbjahr massiv ein.

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Massiv weniger Umsatz, aber volle Auftragsbücher: Der Solarpionier Meyer Burger sieht sich bei der Neuausrichtung auf gutem Weg. (Archiv)

Massiv weniger Umsatz, aber volle Auftragsbücher: Der Solarpionier Meyer Burger sieht sich bei der Neuausrichtung auf gutem Weg. (Archiv)

Keystone

18 statt 51 Millionen Franken Umsatz meldet Meyer Burger am Dienstag für das erste Halbjahr 2021. Für diesen massiven Rückgang gibt es jedoch eine einfache Erklärung: Der laufende Firmenumbau beim Schweizer Solarpionier. Vor Jahresfrist hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Thun nämlich entschieden, nicht mehr nur Maschinen zur Produktion von Solarmodulen herzustellen, sondern selbst ins Geschäft mit diesen einzusteigen. Dazu wurde in Deutschland eine neue Fabrik aufgebaut.

Das betont Meyer Burger denn auch in seiner Mitteilung: «Die Resultate des ersten Halbjahres reflektieren erwartungsgemäss die strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells.» Denn die Schweizer Solarfirma steckt auch weiterhin äusserst tief in den roten Zahlen mit einem Halbjahresverlust von 37,2 Millionen Franken (Vorjahreszeitraum: 37,4 Millionen).

Geht es nach Meyer Burger, sind das jedoch Tempi Passati. Mit den heute vorliegenden Bestellungen sei man bereits «bis weit ins vierte Quartal 2021 hinein vollständig ausverkauft». Und weiter heisst es: «Die erzielten Preise entsprechen vollumfänglich den Erwartungen.» Erste Spezial-Solarmodule aus dem neuen Werk in Deutschland seien bereits im Juli nach Europa und in die USA ausgeliefert worden. Nach Lieferproblemen für Spezialkomponenten des Werks solle ab September – leicht verspätet – jedoch der Vollbetrieb starten. (sat)

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