«Starkes Momentum»
Lonza kann Verkäufe und den Gewinn im ersten Halbjahr steigern

Der weltweit tätige Schweizer Chemiekonzern Lonza meldet für die ersten sechs Monate Verkäufe von 2,5 Milliarden Franken und einen Kerngewinn von 847 Millionen Franken.

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Produziert unter anderem Substanzen für die Coronaimpfung von Moderna: Das Lonza-Werk in Visp.

Produziert unter anderem Substanzen für die Coronaimpfung von Moderna: Das Lonza-Werk in Visp.

Keystone

Trotz anhaltender Schwierigkeiten wegen der Coronakrise konnte Lonza am Freitag solide Halbjahreszahlen präsentieren: Die Verkäufe wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 14,7 Prozent auf 2,5 Milliarden Franken gesteigert. Der Kerngewinn auf Stufe Ebitda betrug 847 Millionen Franken. Die Kerngewinnmarge liegt damit bei 33,3 Prozent. Der weltweit tätige Schweizer Chemiekonzern bewertet die Halbjahreszahlen in seiner Mitteilung denn auch als «starkes Momentum».

Lonza baute im ersten Halbjahr massiv Kapazitäten aus, unter anderem für die Zusammenarbeit mit dem Impfstoffhersteller Moderna. Bestandteile von dessen Coronaimpfung werden in den Lonzawerken in Visp und im niederländischen Geleen produziert.

Firma im Umbruch – Investitionen geplant

Lonza befindet sich dabei in einem Umbruch: Die Firma will in Zukunft verstärkt auf Zulieferung und Kooperationen mit grossen Pharmaunternehmen setzen. Die Spezialitätenchemie-Sparte wurde in diesem Jahr eben erst verkauft.

Der Fokus von Lonza liege weiterhin auf Investitionen und einer starken Business-Pipeline, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Die Investitionsausgaben betrugen im ersten Halbjahr demnach 474 Millionen Franken. Im zweiten Halbjahr sollen diese jedoch weiter anwachsen. Insgesamt solle 2021 ein Viertel des Verkaufseinnahmen direkt reinvestiert werden. Dabei würden auch Akquisitionen in wichtigen Geschäftsfeldern und neuen Technologien in Betracht gezogen, heisst es. (wap)

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