Unabhängigkeit
Energieversorgung: Ab heute ist die Schweiz auf Importe angewiesen

Die Schweizer Energieproduktion würde aktuell bis am 5. April ausreichen, um das Land zu versorgen. Nach dem Energie-Unabhängigkeitstag sind wir auf das Ausland angewiesen.

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Die Schweiz soll künftig vermehrt eigene erneuerbare Energie produzieren. (Symbolbild)

Die Schweiz soll künftig vermehrt eigene erneuerbare Energie produzieren. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die Schweizer Energieunabhängigkeitsquote liegt aktuell bei 25,4 Prozent. Drei Viertel unserer Energie wird aus dem Ausland importiert, darunter Erdölprodukte, Erdgas und Uran. «Ab Dienstag lebt die Schweiz auf Pump», schreibt die Schweizerische Energie-Stiftung in einer Mitteilung. Dies, nachdem am Montag der sogenannte Energieunabhängigkeitstag stattgefunden hat. Er steht sinnbildlich für die Abhängigkeit der Schweiz von ausländischen Energieproduzenten.

Ab Dienstag wäre die Schweiz also für den Rest des Jahres auf das Ausland angewiesen, was die Energieversorgung betrifft. Im europäischen Vergleich liegt die Schweizer Unabhängigkeitsquote relativ tief. So erreicht Estland mit über 80 Prozent die höchste Unabhängigkeit. Schweden, Dänemark, Rumänien und Grossbritannien liegen über 60 Prozent. Deutlich tiefer ist sie in den kleinen Staaten Zypern, Luxemburg und Malta mit unter 10 Prozent.

Die Schweiz hat ihre Energieunabhängigkeit in den letzten 20 Jahren um 5 Prozent gesteigert, wie die Energie-Stiftung schreibt. Die Energiestrategie 2050 und das Netto-Null-Klimaziel des Bundesrates sollen nun für mehr Bewegung sorgen. So soll die Schweiz insbesondere den Anteil in der Schweiz produzierten Erneuerbaren Energien gesteigert werden. «Die Energiewende birgt die Chance, die Auslandabhängigkeit durch einheimisch produzierte erneuerbare Energien zu verringern und den Energie-Unabhängigkeitstag künftig weiter nach hinten zu verschieben», so die Energie-Stiftung.

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