Versicherungen
Swiss Life: Kommissionsgeschäft läuft weiterhin wie geschmiert

Swiss Life kämpft im Heimmarkt mit sinkenden Prämieneinnahmen, während diese in den Nachbarländern steigen. Überall kräftig steigern kann der Schweizer Lebensversicherer die Einnahmen aus Gebühren.

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Swiss Life ist der grösste Lebensversicherungskonzern der Schweiz.

Swiss Life ist der grösste Lebensversicherungskonzern der Schweiz.

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In den ersten neun Monaten sind die Prämieneinnahmen von Swiss Life leicht – um 1 Prozent – auf 15,2 Milliarden Franken gesunken. Mit 15 Prozent fällt dieser Rückgang im Heimmarkt Schweiz besonders stark aus. Der Lebensversicherer führt das Minus «vor allem auf tiefere Einmalprämien im Vollversicherungsgeschäft zurück», wie er am Dienstag mitteilte. Das teilautonome Geschäft, welches grösstenteils nicht in den Prämieneinnahmen ausgewiesen wird, habe dagegen um 20 Prozent auf 5,5 Milliarden verwaltete Vermögen ausgebaut werden könne.

Positiv entwickelt sich auch das Kommissionsgeschäft: Die Einnahmen aus Gebühren wuchsen hierzulande um 13 Prozent auf 242 Millionen Franken an. Gesamthaft konnte Swiss Life die Erträge gar um 15 Prozent auf 1,64 Milliarden Franken steigern.

Anders in den umliegenden Ländern: In Frankreich und Deutschland sind die Prämien seit Anfang Jahr um 25 respektive 5 Prozent in lokaler Währung gestiegen. Und international sind die Prämieneinnahmen im selben Zeitraum um 16 Prozent angewachsen. Zu Gewinnzahlen äussert sich Swiss Life im ersten und dritten Quartal jeweils nicht.

Gute Halbjahreszahlen

Swiss Life war erfolgreich in das Jahr gestartet. Für das erste Halbjahr 2021 meldete das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 889 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Reingewinn steigerte Swiss Life im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 618 Millionen Franken. Damit sind damals die Ergebnisse vom Vorkrisenjahr 2019 bereits übertroffen worden.

Das vergangene Jahr hatte der Lebensversicherer mit 1,05 Milliarden Franken Gewinn abgeschlossen – 13 Prozent weniger als 2019. Mehrere Sondereffekte belasteten den Gewinn – darunter eine Rückstellung von 70 Millionen Franken im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit in den USA. Dieser wurde im Mai allerdings dann abgeschlossen. (sat)

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