Die Schweizer Naturpärke kommen bei Touristen an

Schweizer Naturpärke sind beliebt bei Touristen. Ihre Wertschöpfung übersteigt die von der Öffentlichkeit investierten Gelder, die zur Errichtung der Pärke ausgegeben wurden. Geschätzt von den Gästen werden besonders die schönen und intakten Naturlandschaften.

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Der Rabgiusabach eingangs Val Mulix im Albulatal: Der grösste regionale Naturpark der Schweiz konnte Ende August eröffnet werden. Er soll der wirtschaftlich schwachen Region Mittelbünden Impulse geben und ein naturbelassenes Gebiet schützen. Der Park um den 3338 Meter hohen Piz Ela zwischen dem Albulatal und dem Surses ist 600 Quadratkilometer gross. (Bild: Arno Balzarini/Keystone, 20. Juni 2018))

Der Rabgiusabach eingangs Val Mulix im Albulatal: Der grösste regionale Naturpark der Schweiz konnte Ende August eröffnet werden. Er soll der wirtschaftlich schwachen Region Mittelbünden Impulse geben und ein naturbelassenes Gebiet schützen. Der Park um den 3338 Meter hohen Piz Ela zwischen dem Albulatal und dem Surses ist 600 Quadratkilometer gross. (Bild: Arno Balzarini/Keystone, 20. Juni 2018))

(sda) Die ETH Zürich führte im Landschaftspark Binntal VS, im Parc Ela GR, im Naturpark Gantrisch BE sowie im Parc Jura vaudois VD Gästebefragungen durch, wie sie am Montag mitteilte. Entstanden auf der Basis von 4577 ausgefüllten Fragebögen sei die erste Studie, in der Informationen von Naturpärken aus drei Sprachregionen erfasst und ausgewertet worden seien.

Die Studie zeigt, dass die Naturpärke ihrer jeweiligen Region eine erhebliche touristische Wertschöpfung bringen: Beim Landschaftspark Binntal beträgt sie 3,7 Millionen Franken pro Jahr, beim Parc Ela 8,8 Millionen Franken, beim Naturpark Gantrisch 7,3 Millionen Franken und beim Parc Jura vaudois 1,7 Millionen Franken pro Jahr. Um eineinhalb bis sechs Mal übersteigt damit die Wertschöpfung die von der öffentlichen Hand (Bund, Kantone, Gemeinden) eingesetzten Gelder.

Schweizer Gäste suchen Ruhe und Natur

80 bis 90 Prozent der Parkbesucher stammen aus der Schweiz, der Rest aus dem angrenzenden Ausland. Die typischen Gäste sind etwa 50 Jahre alt und reisen zu zweit oder mit der Familie. Geschätzt in den Pärken werden die Ruhe und die schönen intakten Naturlandschaften.

77 Prozent der Gäste sind zufrieden mit dem Aufenthalt. Weniger zufrieden sind sie mit dem Angebot des öffentlichen Verkehrs in den Regionen sowie mit der Zugänglichkeit von Informationen.

Aus der Studie geht weiter hervor, dass die Gäste je nach Park im Schnitt zwischen 15 und 50 Franken ausgeben. Bei Übernachtungsgästen schwankt die Tagesausgabe zwischen 75 und 110 Franken.

Laut der ETH Zürich belegt die Studie zusammenfassend, dass die Regionalen Naturpärke ihr Ziel erreichen: Sie verbinden Natur- und Landschaftsschutz mit der Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft und sind damit ein Mehrwert für ihre Regionen.

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