Sports Awards
Roger Federer weit hinter seinem Zeitplan: «Ich hoffe, es gibt noch etwas von mir zu sehen im neuen Jahr»

Gewohnt eloquent gibt sich Roger Federer an den Sports Awards am Sonntagabend in Zürich. Einzelne Aussagen des besten Schweizer Sportlers der letzten 70 Jahre lassen allerdings Raum für Spekulationen.

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Ein strahlender Roger Federer freut sich über die Auszeichnung zum besten Schweizer Sportler der letzten 70 Jahre

Ein strahlender Roger Federer freut sich über die Auszeichnung zum besten Schweizer Sportler der letzten 70 Jahre

Keystone/ENNIO LEANZA
(sda)

«Ich teile den Sieg mit euch allen», sagte Federer, als er zum Abschluss der TV-Gala mit der Trophäe in der Hand sich an seine Kollegen und Kolleginnen wandte. «Wir haben uns alle gegenseitig inspiriert. Die Leidenschaft, der Wille und die Fähigkeit, sich durchzubeissen, zeichnen uns alle aus.» Knapp die Hälfte aller Stimmen von Jury und Publikum vereinigte der 20-fache Grand-Slam-Sieger auf sich - einen anderen Sieger konnte es in dieser speziellen Wahl nicht geben.

Einige Worte Federers liessen aber aufhorchen - und bieten Raum für Spekulationen. «Ich hoffe, es gibt noch etwas von mir zu sehen im neuen Jahr», sagte Federer. «Aber wenn es das gewesen sein soll von mir, wer weiss, dann wäre es ein unglaublicher Schlusspunkt für mich hier an den Sport Awards.»

Kehrt die langjährige Weltnummer 1 wohl gar nie mehr auf den Tennisplatz zurück? Bereits vor und während der Sendung hatte der 39-jährige Baselbieter angedeutet, dass sich sein im Januar am Australian Open in Melbourne geplantes Comeback verzögern dürfte. Sechs Monate nach seiner zweiten Arthroskopie im Knie in diesem Jahr fühlt sich Federer noch nicht 100-prozentig fit.

«Ich nehme Schritt für Schritt», sagte Federer nach der Sendung. Klar würde er gerne am Australian Open teilnehmen, aber er werde nichts erzwingen. «Wenn ich es nicht schaffe, bricht für mich keine Welt zusammen», so Federer. Für ihn sei wichtig, im Sommer fit zu sein. Wimbledon, die Olympischen Spiele in Tokio und das US Open in New York heissen die grossen Saisonziele des achtfachen Wimbledon-Siegers. «Ob ich in zwei Monaten oder in sechs Monaten zurückkomme, macht für mich keinen Unterschied. Schön wäre es einfach, wenn ich noch einmal auf den Platz zurückkehren könnte.»

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