Figura Theaterfestival

Figura Theaterfestival: Baden steht während fünf Tagen Kopf

Malediction

Malediction

1994 fand in Baden erstmals statt, was anfänglich als blanker Wahnsinn anmutete: Das Figura Theaterfestival. Doch siehe da: Das Publikum fand Gefallen daran. Seither strömt es jedes zweite Jahr zu einem Festival, das Baden auf den Kopf stellt.

Mit dem Satz «Das ist doch Kinderkram» wird die Journalistin nicht mehr konfrontiert. Denn mittlerweile hat sich bei Figurabesucherinnen und -besuchern die Erkenntnis durchgesetzt, dass Figurentheater hochkarätige Kunst ist. Mit Figuren und Objekten lassen sich eben Inhalte ausdrücken, die im Sprechtheater oft nicht möglich sind.

All dies wissen die vielen Gäste, die ins Kurtheater zur Eröffnung strömten. Natürlich gab es auch diesmal, zur zehnten Festivalauflage, Reden - beispielsweise von Badens Stadträtin Daniela Berger sowie von Hans Ulrich Glarner, Chef Abteilung Kultur (Departement BKS des Kantons Aargau). Und natürlich wurde auch jene Frau gewürdigt, ohne die es das Figura Theaterfestival schlicht nicht geben würde: Die Badenerin Arlette Richner.

Sie hatte 1992 eines Tages beim Morgenkaffee beschlossen: «Ich mache jetzt ein Festival». Der Rest ist Geschichte. Bereits Geschichte ist auch die gestrige Aufführung im Kurtheater: «Malediction - Der Fluch». Was soll man anderes sagen, als dass die Produktion der DudaPaiva Company (mit Duda Paiva und Ederson Rodrigues Xavier) aus den Niederlanden ein Musterbeispiel dafür war, was das Figurentheater vermag.

«Malediction» erzählt vom Wetteifern und Kampf zweier Männer gegen das grüne Monster des Neids, des Hasses und des Wettbewerbs, das zwischen ihnen steht. Die beiden Männer tauchen ein in eine Welt, die zunehmend albtraumartige Züge trägt. Fazit: Ein furioser Figura-Auftakt, der die Journalistin schon jetzt zu Superlativen greifen lässt: Packend, anrührend, umwerfend. (EF.)

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