Einfach Erklärt
Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, um Süssigkeiten einzukaufen: Was ist Halloween und wie kam dieser Brauch zu uns?

Halloween steht bald wieder an. Die keltische Tradition führt jedes Jahr zu Schrecken und Spass. Seit dem 20. Jahrhundert geht man auch in Europa von Haus zu Haus oder schnitzt Fratzen in Kürbisse.

Leonie Fischer
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Kinder haben sich gruselig verkleidet und ziehen von Haus zu Haus, um zu fragen: «Süsses oder Saures?».

Kinder haben sich gruselig verkleidet und ziehen von Haus zu Haus, um zu fragen: «Süsses oder Saures?».

Bild: Benjamin Manser (31. Oktober 2016)

Wann feiert man Halloween?

Man feiert Halloween jedes Jahr am 31. Oktober.

Woher stammt der Begriff Halloween?

Der Begriff ist abgeleitet vom englischen «All Hallows'Eve». Durch den Sprachgebrauch änderte sich der Begriff zum heutigen Halloween. Übersetzt bedeutet «All Hallows'Eve» so viel wie: Vorabend des Allerheiligen. Allerheiligen ist ein christlicher Feiertag, der am 1. November stattfindet.

Wo ist der Ursprung von Halloween?

Halloween stammt ursprünglich aus Irland. Dort fand früher am 1. November eines der vier wichtigsten keltischen Fester statt: das Samhain. Es war das Neujahrsfest für die Kelten. Mit dieser Feier verabschiedeten sie den Sommer und begrüssten den Winter. Die Kelten zeigten sich damit auch dankbar für die erfolgreiche Ernte und für das vorherige Jahr. Für sie begann an diesem Tag ein neues Kalenderjahr.

Wie entstand ihre Tradition?

Die Kelten glaubten, dass die Toten sie in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November heimsuchten. Die Tore der Unterwelt seien dann geöffnet. Sie fürchteten sich davor, dass die Toten zu ausgewählten Lebenden gehen. Diese würden im folgenden Jahr sterben. Darum verkleideten sich die Kelten gruselig, damit die Toten glaubten, sie seien keine Lebenden. Und sie somit verschonen.

Wie kam das Halloween-Fest in die Schweiz?

Irische Einwanderer gingen im 19. Jahrhundert nach Amerika. Sie brachten auch ihre Traditionen ins neue Land. Sie zeigten den amerikanischen Einwohnern ihre Bräuche. So verbreitete sich das ursprüngliche Fest schnell. Die amerikanischen Einwohner vermischten den Brauch mit ihren eigenen. Dadurch entstand das heute bekannte Halloween.

Die geänderte Variante kam schlussendlich im 20. Jahrhundert durch US-Soldaten nach Europa. Sie waren in Deutschland stationiert und feierten in dieser Zeit Halloween. Die deutsche Bevölkerung fand dieses Fest interessant, wie der deutsche Auslandrundfunk Deutsche Welle in einem Artikel schreibt. Durch Filme und Serien verbreitete sich der Brauch schliesslich in ganz Europa.

Was macht man an Halloween?

Für Halloween schnitzt man gruselige Fratzen in Kürbisse und stellt in diese eine Kerze. Die Kinder verkleiden sich und laufen von Haus zu Haus. Sie klopfen an die Tür und fragen: «Süsses oder Saures?». Der Hauseigentümer oder die Hauseigentümerin öffnet die Tür und gibt den Kindern ein paar Süssigkeiten. Oder man geht auf eine Mottoparty und präsentiert dort sein schaurig gruseliges Kostüm.

In die Kürbisse schnitze man eine gruselige Fratze.

In die Kürbisse schnitze man eine gruselige Fratze.

Bild: Daniel Vizentini

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