Mosnang
«Es macht Sinn, wenn man weg vom Öl zum Holz geht»: In Mosnang wird ein Holzwärmeverbund geprüft

Das neue Energiegesetz schreibt vor, dass fossile Heizungssystem mit erneuerbaren Energieträgern ersetzt werden sollen. Der Gemeinderat Mosnang hat eine Machbarkeitsstudie für einen Holzwärmeverbund in Auftrag gegeben.

Zita Meienhofer
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Mosnang ist sehr waldreich. Ein Wärmeverbund mit einer Holzheizung macht deshalb Sinn.

Mosnang ist sehr waldreich. Ein Wärmeverbund mit einer Holzheizung macht deshalb Sinn.

Bild: Max Tinner

Mosnang hat im Oberstufenzentrum schon seit einigen Jahren einen Wärmeverbund. Dieser wurde vor acht Jahren saniert. Gleichzeitig wurde geprüft, ob allenfalls weitere Nutzerinnen und Nutzer Interesse am Anschluss an den Wärmeverbund hätten. Gemäss Renato Truniger, Gemeindepräsident von Mosnang, war dieses Interesse damals sehr gering.

In der Zwischenzeit hat sich einiges geändert. Vor allem im Hinblick auf die neuen gesetzlichen Bestimmungen im Energiebereich. Es besteht die Gewissheit, dass bestehende fossile Heizungssysteme mit erneuerbaren Energieträgern ersetzt werden müssen. Da überlegt sich doch der eine oder andere Einfamilienhausbesitzer oder Firmeninhaber, sich an einen Wärmeverbund anzuschliessen.

Ein Wärmeverbund rechnet sich erst, wenn das Interesse vorhanden ist

Im Sommer wurde nun eine Interessensabklärung im Dorfzentrum von Mosnang (siehe Grafik) durchgeführt. Dies deshalb, weil die Firma Stadler Holz in Mosnang einen eigenen Holzwärmeverbund voraussichtlich an einem Standort im Unterdorf realisieren möchte. Potenzial sei vorhanden, heisst es in den Mitteilungen der Gemeinde. Doch das reicht noch nicht. Um eine notwendige Wirtschaftlichkeit zu erreichen, muss auch der bestehende gemeindeeigene Wärmeverbund integriert werden.

Nun wollen die Stadler Holz und die Gemeinde zusammenspannen: Der Gemeinderat hat signalisiert, dass die Integration des Wärmeverbundes im Oberstufenzentrum in diesen neuen Holzwärmeverbund geprüft werden soll. Ausserdem stellt er in Aussicht, bei sämtlichen gemeindeeigenen Liegenschaften einen Anschluss zu prüfen. Eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie wird am Dienstag, 30. November, an einem Informationsabend präsentiert. Renato Truniger sagt:

«In unseren Wäldern hat es sehr viel Holz. Da macht es Sinn, wenn man weg vom Öl zum Holz geht.»

Ein Mindestbezug von 1000 kW ist erforderlich

Das Gebiet, das dem neuen Holzwärmeverbund angeschossen werden kann, entspricht etwa der Grafik. Gemäss Truniger sind ein Mindestbezug von 1000 Kilowatt erforderlich, damit sich die Realisierung und der Betrieb lohnt. Bislang haben rund 30 künftige Nutzerinnen und Nutzer ihr Anschlussinteresse innerhalb der nächsten fünf Jahre signalisiert. Doch das reicht noch nicht, wenn man bedenkt, dass pro Einfamilienhaus mit einem Bezug von rund 10 bis 15 Kilowatt gerechnet wird. Deshalb ist es erforderlich, dass alle gemeindeeigenen Betriebe angeschlossen sein werden sowie Betriebe, die grössere Mengen beziehen. Finanziell interessant werde es dann, je mehr Bezügerinnen und Bezüger dem Holzwärmebund angeschlossen sind, sagt Truniger.

Wie teuer das Projekt zu stehen kommt, das kann Renato Truniger nicht sagen: «Wenn die Machbarkeitsstudie steht, weiss ich mehr.»

Am Dienstag, 30. November, findet ein Informationsabend zum Thema Wärmeverbund statt. Dann wird das Ergebnis der Machbarkeitsstudie präsentiert und Fragestellungen zum Projekt, zu Kosten und Terminen beantwortet.

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