Vornamen-Hitparade
Leon ist nicht mehr spitze: Die Hitparade der Vornamen in der Ostschweiz

Wie bereits in den Vorjahren dominieren auch in der Vornamen-Hitparade des Jahres 2020 Namen wie Noah und Liam oder Mia und Emma. In der Ostschweiz zeigt sich ein ähnliches Bild – auch wenn es einige Überraschungen gibt.

Pascal Keel
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Neugeborene Babys im Kantonsspital St.Gallen.

Neugeborene Babys im Kantonsspital St.Gallen.

Bild: Urs Bucher

85'914 Babys sind 2020 in der Schweiz auf die Welt gekommen. Nun hat das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag die neue Vornamen-Hitparade publiziert. Die Namen auf den vordersten Rängen sind dabei allesamt nicht neu. Die meisten Mädchen, die im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblickt haben, heissen wie schon 2019 Mia. Nachdem er bei den Knabennamen bereits 2018 auf Platz eins lag, konnte Noah den vorjährigen Spitzenreiter Liam wieder vom Thron stossen. Auffallend ist, dass sich bei den beliebtesten Babynamen 2020 ein langjähriger Trend fortsetzt: Die Eltern von heute benennen ihre Kinder am liebsten kurz und bündig – und mit viele L's, A's und E's.

Das sind die beliebtesten Vornamen für Neugeborene im Jahr 2020

Mädchen Anzahl Buben Anzahl
Mia461Noah507
Emma407Liam372
Mila350Matteo359
Emilia318Luca332
Lina312Leon332
Sofia312Elias315
Lea266Gabriel310
Elena256Ben267
Alina256Louis256
Laura248Aaron251

Deutschschweizer Favoriten geben den Ton an

Während Liam bei den beliebtesten Jungsnamen in der Romandie knapp hinter Gabriel den zweiten Platz und in der italienischen Schweiz hinter Leonardo und Alessandro den dritten Platz belegt, verliert er in der Deutschschweiz klar gegen den Erstplatzierten Noah und belegt nur den neunten Platz. Gerade deswegen wird Liam (372 Einträge) hinter Noah (507 Einträge) auch in der Landestabelle nur Zweiter. Landesweit gesehen schafften es 2020 auch noch Matteo, Leon, Luca, Elias, Ben, Louis und Aaron in die Top Ten der Vornamen-Hitparade.

Bei den Mädchen liegt der Vorname Mia mit 461 Nennungen weiterhin unangefochten an der Spitze. Auf Platz zwei folgt Emma: 407 neu geborene Mädchen wurden 2020 so genannt. Genau wie Noah und Liam teilen sich Mia und Emma bereits seit 2016 die ersten beiden Plätze der Vornamen-Hitparade. Neu auf dem Podest landete im vergangenen Jahr der Name Mila (350 Nennungen).

In der Deutschschweiz führt laut BFS ebenfalls Mia die Vornamen-Hitparade an. In der französischsprachigen Schweiz ist dies Emma, und im Tessin war 2020 Sofia der beliebteste Vorname.

Aussenseiter trumpfen in der Ostschweiz auf

In der Ostschweiz ergibt sich wie in der gesamten Schweiz dasselbe Bild: Die meisten Eltern nennen ihr neugeborenes Kind Mia oder Noah. In St.Gallen verliert Leon (28 Mal) den letztjährigen Spitzenplatz und rutscht gar hinter Elias (31 Mal) auf Rang drei. Dem Namen Emilia, welcher auf der Schweizer Rangliste knapp am Podest vorbei schrammt, fehlen im Kanton St.Gallen indes nur drei Einträge, um Mia (32 Mal) zu übertrumpfen, im Kanton Thurgau reicht es gar für den ersten Platz.

Der Name Emilia ist dabei nicht die einzige Überraschung in der Ostschweizer Vornamen-Hitparade. Dem Knabennamen Lio, der schweizweit nur auf Platz 14 steht, reicht es im Kanton St.Gallen auf den fünften, im Kanton Thurgau gar auf den zweiten Platz. Im Thurgau muss er sich nur von Noah geschlagen geben. Auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden liegt Noah indes auf Platz eins der Knaben, allerdings reichen ihm dafür angesichts der tiefen Geburtsrate schon vier Einträge. Für Gianna und Malea genügen ebenfalls nur drei Einträge für den geteilten ersten Platz in der Mädchentabelle. In Appenzell Innerrhoden teilen sich mit je vier Einträgen die Namen Ben, Laurin, Mattia, Nico und Silas die Spitzenposition der Knaben, während Lea die Liste der Mädchennamen anführt.

Und noch was: Der Name Jolanda ist derweil weder in der Landestabelle noch in den Ranglisten der Ostschweizer Kantone zu finden. Ob sich dies nach dem sensationellen Olympiasieg der St.Galler Mountainbikerin Jolanda Neff nächstes Jahr ändern wird?

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