Vermischtes

Angriff auf Journalistin: Kanton St. Gallen leitet Verfahren ein gegen Amtsarzt

Der Amtsarzt griff eine Journalistin des St. Galler Tagblatts in den sozialen Medien an.

Der Amtsarzt griff eine Journalistin des St. Galler Tagblatts in den sozialen Medien an.

Ein St. Galler Amtsarzt hat in den sozialen Medien eine Journalistin sexistisch beleidigt und in eine nationalsozialistische Ecke gestellt. Nun reagiert der Kanton und leitet ein Verfahren ein.

(gb./sat) Der betroffene Amtsarzt sei vom Dienst per sofort vorsorglich abberufen worden, teilte der Kanton am Freitag mit. Während des Verfahrens dürfe der Arzt seine Tätigkeit als Amtsarzt nicht weiter ausüben. Grund für das Verfahren des Kantons ist ein Facebook-Post. Darin hatte der Amtsarzt eine Journalistin des St. Galler «Tagblatts» herablassend und sexistisch attackiert.

In der Mitteilung spricht das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen von einem «massiven» Angriff auf die Journalistin. Dieser erfolgte nach einem Artikel darüber, wie einer der 24 St. Galler Amtsärzte im Internet gegen offizielle Coronamassnahmen mobil machte. Das St. Galler «Tagblatt» gehört wie diese Internetseite zum Medienkonzern CH Media.

Der Kanton hält am Freitag in seiner Mitteilung fest, dass Amtsärztinnen und Amtsärzte eine besondere Visibilität hätten und den Staat vertreten würden. Von diesen werde deshalb Sensibilität in Bezug auf ihre Doppelrolle als Amtsperson und Privatperson sowie ihre Äusserungen in der Öffentlichkeit erwartet. «Das Verhalten in den sozialen Medien ist aus Sicht des Gesundheitsdepartementes mit dem Amt als Amtsarzt nicht vereinbar», schreibt der Kanton zum aktuellen Fall.

Meistgesehen

Artboard 1