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Beschwerde gegen SRF-Film über Bündner Whistleblower gutgeheissen

Die journalistische Sorgfaltspflicht sei in einem SRF-Dokfilm über den Whistleblower Adam Quadroni nicht eingehalten worden.

Die journalistische Sorgfaltspflicht sei in einem SRF-Dokfilm über den Whistleblower Adam Quadroni nicht eingehalten worden.

Ein von SRF ausgestrahlter Dok-Film über den Bündner Whistleblower Adam Quadroni hat das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt. Dies entschied die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen.

(dpo) Der vom Schweizer Fernsehen ausgestrahlte Dokumentarfilm mit dem Titel «Der Preis der Aufrichtigkeit – Adam Quadronis Leben nach dem Baukartell» hat das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt. Dies schreibt die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) in einer Mitteilung vom Freitag.

Im Zentrum des Films steht der Whistleblower Adam Quadroni, der die Wettbewerbskommission (Weko) über Absprachen zwischen Bündner Bauunternehmen informierte. Es handelt sich um den bisher grössten Fall von Preisabsprachen im Schweizer Baugewerbe. In der Beschwerde gegen den Dok-Film wird hauptsächlich die Darstellung des zuständigen Regionalgerichtspräsidenten beanstandet. Mehrere Personen erheben im Film gegen ihn schwere Vorwürfe.

In einer «kontroversen» Beratung kam die UBI zum Schluss, dass die journalistische Sorgfaltspflicht nicht eingehalten worden sei. Das Publikum habe sich keine eigene Meinung zur Rolle des kritisierten Regionalgerichtspräsidenten bilden können. Die Unabhängige Beschwerdeinstanz hiess die Beschwerde knapp mit vier zu drei Stimmen gut, heisst es in der Mitteilung.

Beschwerden gegen zwei andere Ausstrahlungen von SRF wies sie UBI dagegen ab.

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