Vermischtes

Bund will Verluste von Energie und Rohstoffen beim Bau reduzieren

Die Wiederverwendung im Bauprozess muss laut Bundesamt für Umwelt verstärkt werden. (Symbolbild)

Die Wiederverwendung im Bauprozess muss laut Bundesamt für Umwelt verstärkt werden. (Symbolbild)

In der Schweiz fallen laut dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) jährlich über 17 Millionen Tonnen Abfälle beim Um- und Rückbau an. Um den Umweltfussabdruck von Bauwerken zu senken, müsse die Wiederverwendung verstärkt werden.

(dpo) Obwohl zwei Drittel der Bauabfälle in der Schweiz wieder zu Recyclingbaustoffen aufbereitet werden, gehe beim Prozess immer noch viel der grauen Energie verloren, die ursprünglich zur Herstellung der Materialien benötigt wurde. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Umwelt (Bafu), das unter 150 Akteuren im Schweizer Bausektor eine Umfrage zur Wiederverwendung von Baumaterial vorgenommen hat.

Beim Rückbau würden beispielsweise viele noch voll funktionstüchtige Bauteile wie Stahlträger, Türen oder Sanitärinstallationen meist entsorgt, schreibt das Bundesamt am Montag. Eine Wiederverwendung von brauchbaren Bauteilen würde klimaschädliche CO2-Emissionen reduzieren. Deshalb fordert das Bafu, dass die Wiederverwendung im Bauprozess konsolidiert und verstärkt werden müsse.

So könne etwa eine Dachorganisation die Branche besser vernetzen. Weiter sollen Bauplaner zum Thema Wiederverwendung ausgebildet und die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert werden. Künftig möchte das Bafu die Wiederverwendung als Mittel zur Förderung der Kreislaufwirtschaft auch in den SIA-Normen und Nachhaltigkeitslabels verankern.

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