Vermischtes

Es rentiert nicht: Gastrosuisse fordert weitere Lockerungen der Schutzmassnahmen

Gastro-Betriebe dürfen wieder öffnen, die Schutzmassnahmen sind aber für viele ein Problem.

Gastro-Betriebe dürfen wieder öffnen, die Schutzmassnahmen sind aber für viele ein Problem.

Lange drängte die Gastrobranche darauf, unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder öffnen zu dürfen. Nun will sie diese Massnahmen lockern.

(wap/dpa) Nicht mehr als vier Personen pro Tisch und zwei Meter Abstand: Diese Massnahmen sollen verhindern, dass es in Gaststätten zu Massenansteckungen mit dem Coronavirus kommt. Der Branche sind sie aber ein Dorn im Auge: «Die meisten Betriebe haben aufgrund der Auflagen zwischen 35 und 65 Prozent an Sitzplatzkapazität eingebüsst», fasst Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer in einer am Sonntag versandten Medienmitteilung zusammen.

Unter diesen Umständen sei die Wiedereröffnung nicht nachhaltig. «Ohne weitere Lockerungen müssen viele Lokale bereits im Juni wieder schliessen, weil die Öffnung sehr unrentabel ist», so Platzer. 90 Prozent der Betriebe erwarteten einen Verlust, der Umsatz liege rund 60 Prozent hinter dem, was man zur gleichen Jahreszeit im Vorjahr verzeichnet hatte.

Die Gastrosuisse fordert nun eine Lockerung der Massnahmen: Pro Tisch sollen mehr als nur vier Personen zugelassen werden, der Mindestabstand zwischen den Tischen müsse verringert werden. Die Gastrosuisse stützt sich bei ihrer Analyse auf eine Online-Befragung unter ihren Mitgliedern, an der vom 11. bis zum 18. Mai rund 3000 Antworten eingingen.

Von den befragten Restaurants, Hotels und Cafés haben 87,1 Prozent den Betrieb wieder aufgenommen. 3,7 Prozent der Betriebe wollen erst wieder öffnen, wenn ein Normalbetrieb möglich ist. 9,1 Prozent der Betriebe planen ihre Wiedereröffnung noch im Mai oder Juni.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1