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Hochwassergefahr noch nicht gebannt: Der Pegel im Gletschersee sinkt weiter

Die Simme oberhalb Lenk führt am Freitag Hochwasser, nachdem sich der Faverges-Gletschersee teilweise entleert hat.

Die Simme oberhalb Lenk führt am Freitag Hochwasser, nachdem sich der Faverges-Gletschersee teilweise entleert hat.

Der Pegel des Faverges-Gletschersee hat sich beinahe halbiert. Die Gemeinde Lenk rät weiterhin dringend von einem Aufenthalt im betroffenen Gewässerraum ab.

(mg) Das Wasser läuft aus. Von maximalen 15.83 Meter ist der Pegelstand beim Faverges-Gletschersees auf 8.55 Meter zurückgegangen, wie die Gemeinde Lenk am Samstag meldet. Der Wasserstand senke sich stetig, aber es «besteht weiterhin die Gefahr eines plötzlichen Wasserabgangs», heisst es in der Mitteilung.

Es könne deshalb zu Hochwasser und Flutwellen in Trübbach und Simme kommen. Vom Aufenthalt im gefährdeten Gewässerraum werde deshalb «dringend abgeraten». Wieder geöffnet ist dagegen der Wanderweg Rezliberg-Langermatte. Dieser könne mit der nötigen Vorsicht bei Gewässerquerungen begangen werden. Weiter gesperrt ist der Bergweg Fluhsee-Tierbergtäli.

Der hintere Talboden der Gemeinde Lenk ist laut Website seit 2011 fast jeden Sommer von Überflutungen betroffen, die auf Ausbrüche von Gletscherseen auf der Hochebene der Plaine Morte zurückgehen. Betroffen ist dabei vor allem der Faverges-See im Grenzgebiet der Kantone Bern und Wallis. Beim betroffenen Gletschersee wurde am Freitagmorgen von einem Alarmsystem ein Rückgang des Pegels festgestellt.

Gletschersee läuft aus: Hochwassergefahr an der Lenk

Gletschersee läuft aus: Hochwassergefahr an der Lenk (Beitrag vom 07.08.2020)

  

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