Vermischtes

Mehr Straftaten gegen Tiere: Trotzdem spricht Stiftung von «positiver Entwicklung»

Haustiere wie Katzen sind nach wie vor am meisten von Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz betroffen. (Symbolbild)

Haustiere wie Katzen sind nach wie vor am meisten von Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz betroffen. (Symbolbild)

Die Stiftung für das Tier im Recht hat erneut die Widerhandlungen gegen das Schweizer Tierschutzgesetz analysiert. Gegenüber dem Vorjahr wurden rund 200 Fälle mehr gemeldet.

(mg) 1933 Tierschutzstraffälle hat die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) aus dem vergangenen Jahr gesammelt. Die Anzahl Fälle entspreche einer weiteren Steigerung gegenüber dem Vorjahr (1760 Fälle), schreibt TIR am Donnerstag in einer Mitteilung. Diese Zunahme ist aus Sicht der Stiftung jedoch als «positive Entwicklung zu werten». Es bedeute nämlich, dass «die Vollzugsorgane ihre Pflichten generell ernster nehmen und Straftaten an Tieren immer häufiger untersucht und sanktioniert werden», schreibt TIR. Die Stiftung bezieht ihre Daten vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Unterschiede registriert TIR bei den Kantonen. So wurden in Glarus etwa 6,16 Fälle pro 10'000 Einwohner gemeldet, im Kanton Zürich dagegen waren es laut TIR lediglich 2,04. In Zürich sind mit 314 gemeldeten Fälle jedoch in absoluten Zahlen die meisten Verstösse gemeldet worden. Insgesamt am meisten betroffen waren Heimtiere. Etwas mehr als die Hälfte aller gemeldeten Fälle drehten sich um Haustiere. Am zweithäufigsten waren Rinder von Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz betroffen.

Insgesamt bemängelt die Stiftung für das Tier im Recht, «dass der Vollzug des Tierschutzstrafrechts auch in materieller Hinsicht zahlreiche Mängel aufweist». Zudem würden Verstösse gegen das Tierschutzrecht oftmals bagatellisiert und die Strafverfolgungsbehörden würden den gesetzlich vorgesehenen Strafrahmen «bei Weitem» nicht ausschöpfen. Die Bussen stünden oftmals «in keinem Verhältnis zum verursachten Tierleid», so TIR.

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