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Menschenrechtshof: Einreisesperre gegen kriminellen Kosovaren war verhältnismässig

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg.

Weil er wegen Drogendelikten verurteilt wurde, musste ein Kosovare die Schweiz verlassen. Er wehrte sich gegen die Einreisesperre. Die Richter in Strassburg bestätigten nun das Schweizer Urteil.

(mg) Die Einreisesperre gegen einen 44-jährigen Kosovaren war rechtens. Zu diesem Schluss kommt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg, wie er am Dienstag mitteilte. Der wegen mehreren Drogendelikten verurteilte Mann musste 2015 für sieben Jahre die Schweiz verlassen. Er wehrte sich durch alle Instanzen gegen das Urteil und gelangte schliesslich nach Strassburg.

Der Kosovare hat den Landesverweis angefochten und angegeben, dass es unverhältnismässig sei, dass er seine Frau und seinen Sohn nicht mehr besuchen könne. Diese litten an unterschiedlichen Krankheiten und seien auf seine Hilfe angewiesen. Der EGMR führt nun in seinem Urteil aus, dass der Vater zwar eine wichtige Bezugsperson sei, er aber nicht täglich in der Pflege eingebunden war. Auch habe der Mann gar nicht so intensiven Kontakt mit seiner Familie gepflegt. Das Urteil der Schweizer Behörden sei daher verhältnismässig gewesen.

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