Tag des Kusses

Hätten Sie's gewusst? Wer sich in China küsst, will Sex

Geküsst wird auf der ganzen Welt. Seit 1990 ist dem Lippenbekenntnis gar ein Gedenktag gewidmet. Heute ist Tag des Kusses. Beste Gelegenheit einmal die Kusssitten und andere Fakts rund ums Knutschen auf den Tisch zu legen.

Zärtlich, feucht, schüchtern oder leidenschaftlich: Es gibt verschiedene Arten, sich zu küssen. Und auch Gründe. Am heutigen Tag des Kusses gibt es einen Grund mehr mit seinem Partner oder seiner Partnerin ein Lippenbekenntnis auszutauschen.

Während der Zungenkuss früher florentinischer oder wolllüstiger Kuss genannt und von der Kirche als Sünde gebrandmarkt wurde, muss sich heute fast niemand mehr fürs Küssen verstecken.

Kulturelle Unterschiede

Mindestens 100 000 Küsse verteilt ein Mensch im Laufe seines Lebens. Die Franzosen führen, sie gelten als eifrigste Küsser. Küsse werden aber nur teilweise in der Öffentlichkeit ausgetauscht. Denn wie sich zwei Personen öffentlich küssen, unterscheidet sich je nach Kultur.

Chinesen beispielsweise küssen sich niemals ausserhalb ihrer Wohnung. Denn es gilt: Wer sich küsst, will Sex. Deshalb dürfen sich Chinesen - und auch Japaner - erst küssen, wenn sie verlobt sind. Auch ein kleiner Wangenkuss ist tabu. Nicht gerade prickelnd.

In Südafrika ist es seit Ende 2007 unter 16-Jährigen verboten, sich zu küssen. Auch zu Hause.

Schlafende Frauen dürfen nicht geküsst werden

Die USA schiessen jedoch den Vogel ab. In den Vereinigten Staaten gilt – je nach Staat – nämlich eine ganze Liste offizieller Kussgesetze: In Connecticut und Michigan darf beispielsweise am Sonntag nicht geküsst werden. In Wisconsin ist das Küssen in Zügen untersagt. Oder in Maryland, Rhode Island und Iowa ist gesetzlich festgelegt, wie lange ein Kuss dauern darf.

Im kalifornischen Eureka dürfen Schnurrbartträger keine Frauen küssen, und in Colorado ist es verboten, eine Frau zu küssen, wenn sie schläft. Und zu guter Letzt ist es in Florida untersagt, die Brüste einer Frau zu küssen. Das gilt auch für Ehepaare.

Ausdruck des sexuellen Triebs

Warum sich Menschen küssen, ist bis heute nicht bekannt. Wissenschaftler führen das Sympathie- und Liebesritual auf die Entwicklungsgeschichte der Säugetiere zurück. Amerikanische Forscher hingegen sehen den Kuss alleine als Ausdruck des sexuellen Triebs.

Küssen fördert die Gesundheit

Lippen und Mund enthalten äusserst empfindliche Nervenenden, die die Stimulation weitergeben und für diverse Reaktionen sorgen. Ein Kuss ist gesundheitsfördernd und soll Herz und Immunsystem stärken, das sind sich einige Mediziner sicher. Der Körper bildet mehr Hormone, der Herzschlag beschleunigt sich, und der Blutdruck steigt.

Küssen ist auch ein gutes Muskel-Training: Je nachdem, wie intensiv geküsst wird, können sich bis zu 34 Gesichtsmuskeln bewegen. Ausserdem sollen Vielküsser fünf Jahre länger leben als Knutschmuffel.

Es können jedoch auch Krankheiten durchs Küssen übertragen werden. So beispielsweise der lästige Herpes oder das Pfeiffersche Drüsenfieber. Dies vergessen wir jedoch heute gerne. Viel Spass beim Knutschen! (ldu)

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