Volksschauspieler

«Kasperli»-Schneider hat Krebs: «Es kann ein halbes Jahr gehen»

Im Mai erhielt Schneider den Prix Walo für sein Lebenswerk (Archiv)

Im Mai erhielt Schneider den Prix Walo für sein Lebenswerk (Archiv)

Schauspieler Jörg Schneider hat sich in einem grossen Interview über seine Krebserkrankung geäussert. Sie habe ihn und seine Frau Romy noch näher gebracht. «Wir halten zueinander, geben uns Kraft. Vor allem sie mir.»

Eigentlich wollte sich Schneider nach seiner Abschiedstournee "Häppi Änd" von der Bühne verabschieden, um sich verstärkt um seine querschnittgelähmte Frau kümmern zu können. Doch nun hat ihn den eigenen Körper zum Abbruch der Tournee gezwungen, Schneider leidet gemäss eigenen Aussagen an Krebs. Lange lebe er nicht mehr: «Es kann ein halbes Jahr gehen. Mit Glück habe ich noch ein Jahr.»

Der Volksschauspieler, der die Menschen gerne zum Lachen gebracht hat, sagt, sein Humor sei auf den Nullpunkt gesunken. Der Schauspieler sagt, er weine derzeit oft – und sein Witz helfe ihm nicht. «Mal ehrlich: Ich war immer ein Optimist, es macht mir grosse Freude, die Menschen zum Lachen zu bringen. Aber momentan ist mein Humor auf den Nullpunkt gesunken.»

Dass er nicht mehr auf der Bühne stehen kann, trifft den 79-Jährigen sehr, wie er dem "SonntagsBlick" in einem Interview erzählte. Er habe schlicht nicht mehr die Kraft, aufzutreten.

Ebenso fehle ihm der Appetit. Seine Frau Romy ermutige ihn dennoch immer wieder: "Sie sagt immer: 'Gib nicht auf!'"

Noch im Sommer stand Schneider für eine letzte grosse Rolle vor der Kamera. Der Film "Usfahrt Oerlike", in dem der Darsteller einen 80-Jährigen spielt, der sterben möchte, kommt 2015 in die Deutschschweizer Kinos. (sda/fam)

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