Gleichberechtigung

Maria Furtwängler wünscht sich ältere Frauen im Fernsehen

Die deutsche Schauspielerin Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm im "Tatort" unterstützt die Forderung, dass mehr ältere Frauen und Expertinnen im Fernsehen zu sehen sein sollen. (Archivbild)

Die deutsche Schauspielerin Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm im "Tatort" unterstützt die Forderung, dass mehr ältere Frauen und Expertinnen im Fernsehen zu sehen sein sollen. (Archivbild)

Die deutsche Schauspielerin Maria Furtwängler wünscht sich, dass Frauen ab Mitte 30 nicht aus dem Fernsehen verschwinden. «Das ist eine Form von Diskriminierung», sagte Furtwängler am Mittwoch in Berlin.

Sie finde es ausserdem untragbar, "dass nach wie vor Männer uns die Welt erklären". Frauen kämen hingegen dann vor, wenn jemand eine schnelle Info brauche, etwa bei den Navigationssystemen und Sprachassistenten mit weiblichen Namen wie Siri oder Alexa.

Die 52-jährige Schauspielerin, bekannt als "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm, war zu Gast bei der Vorstellung des Buchs "Ausgeblendet - Hält das Fernsehen die Fortschritte in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit auf?".

Sie unterstrich, wie verbreitet Vorurteile seien: "Wir sind alle sexistisch, wir sind alle homophob, und wir sind alle rassistisch." Auch sie selbst ist demnach nicht frei von Sexismus. So habe sie etwa einmal im Flugzeug die weibliche Stimme der Pilotin gehört und gedacht: "Scheisse, wie komme ich hier raus?" Ihre Schlussfolgerung: "Wir müssen uns alle immerzu überprüfen."

Die Buch zu einer Studie der Universität Rostock macht auf die Diskriminierung von Frauen in Film und Fernsehen aufmerksam, etwa auf die geringe Sichtbarkeit von älteren Frauen und den Mangel an Expertinnen im Fernsehen.

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