Musik
Pop-Sternchen Kisha lebte von der Sozialhilfe: Sie wurde kaum noch gebucht

Mit 18 top, mit Ende 20 flop: So erging es der Schweizer Pop-Sängerin Kisha. Sie musste aufs Sozialamt und auch mal harte Entscheidungen treffen.

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Popstar Kisha lebte vom Sozialamt (Archivbild).

Popstar Kisha lebte vom Sozialamt (Archivbild).

Keystone

Mit 18 war sie schon ganz oben: Das Pop-Sternchen Kisha aus dem Kanton Freiburg sang sich mit ihrem Song «Why» wochenlang in die Hitparaden. Sie wurde schon als neues Stimmwunder gefeiert. «Damals glaubte ich, dass der Erfolg für immer bleibt» sagt die heute 34-Jährige gegenüber dem «Blick». Doch statt fette, folgten magere Jahre: Depressionen, kreative Pausen und weniger Buchungen. Vor allem mit der Wirtschaftskrise 2009 gingen die Auftritte markant zurück. Anstatt sich um einen Job zu kümmern, habe sie den Kopf in den Sand gesteckt. Und weil sie Selbstständig-Erwerbende war, blieb zum Schluss nur der Gang aufs Sozialamt. «Ich war pleite.»

Die Zeiten waren hart. Sie musste sich zwischen Milch und einem Schokoriegel entscheiden. «Also eher etwas, was ich dringend brauchte, oder etwas, was ich gerne hätte.»

Was ihr noch fehlt

Der Gang zum Sozialamt hat sie wachgerüttelt. Sie will das nie mehr erleben. Heute jobbt sie an drei Tagen in einem Geschenkeladen und ist schuldenfrei. Auch als Sängerin geht es wieder aufwärts. Letztes Jahr feierte Kisha mit ihrer Band C.H. in die Finalsendung der Schweizer Euro-Vision-Vorausscheidung. Und sie wurde mit dem Prix Walo in der Sparte Country ausgezeichnet. Anfang März erscheint zudem ihr neues Album «Wurzle», das sie mit Co-Leadsänger Reto Burrell (39) komponiert und produziert hat.

Zu ihrem perfekten Glück in der Dreizimmerwohnung im freiburgischen Kleinbösingen fehlt ihr nun nur noch eines: «Ein lieber Mann an meiner Seite und irgendwann ein Baby.» (fam)

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