Tierschutz

Schlüpfende Schildkröten haben Vorrang vor Aguilera

Um frisch geschlüpfte Schildkröten zu schützen, musste eine Hochzeitsparty in Zypern mit Christina Aguilera als Stargast vom Strand in ein Hotel verlegt werden. (Symbolbild)

Um frisch geschlüpfte Schildkröten zu schützen, musste eine Hochzeitsparty in Zypern mit Christina Aguilera als Stargast vom Strand in ein Hotel verlegt werden. (Symbolbild)

Ein reiches russisches Paar hat bei der Hochzeitsfeier auf Zypern auf die geplante Strand-Party mit Christina Aguilera verzichten müssen, weil schon bei den Vorbereitungen schlüpfende Schildkröten in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Party fand zwar statt, wurde aber in einem Hotel gefeiert, wie Fotos in sozialen Netzwerken am Donnerstag zeigten. Tierschützer hatten in den Netzwerken zuvor gegen die Strandparty mobil gemacht, als Baumaschinen damit begannen, den Strand zu planieren.

Der Strandabschnitt in Latchi ist ein Brutgebiet von Suppenschildkröten und unechten Karettschildkröten. Im Rahmen des europäischen Programms Natura 2000 steht der Strand unter Schutz. Während der Planierarbeiten fertigten die Tierschützer Fotos an, auf denen gerade geschlüpfte Schildkröten direkt neben den Baumaschinen zu sehen waren.

Die Genehmigung für die Strandparty sei in der Annahme erteilt worden, dass "am Strand nichts geändert wird", sagte die Präfektin der Region Paphos, Mary Lambrou, dem staatlichen Rundfunk. "Als wir gesehen haben, was sie dort machten, sind wir eingeschritten, so dass das Ereignis im Inneren stattfand."

Aguilera twitterte, der Schutz der Schildkröten habe "Vorrang" gehabt. Für die drei Tage währende Party wurden laut Presseberichten rund acht Millionen Euro ausgegeben.

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