Tod von Robin Williams
So bleibt uns Robin Williams in Erinnerung – seine besten zehn Filme

Robin Williams hat in seiner Karriere in Dutzenden Filmen und Serien mitgespielt – nicht nur als Komiker. Wo hat der verstorbene Hollywoodstar am meisten geglänzt? Wir haben eine Auswahl getroffen.

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Robin Williams in einer seiner Paraderollen in «Good Mornig Vietnam».

Robin Williams in einer seiner Paraderollen in «Good Mornig Vietnam».

Keystone

Oscar-Preisträger Robin Williams ist tot. Der Hollywoodstar wurde gestern leblos in seinem Haus in Tiburon bei San Francisco gefunden. Offenbar hat sich der unter Depressionen leidende Schauspieler das Leben genommen. Williams wurde 63 Jahre alt. Er spielte sowohl tragikomische als auch psychopathische Rollen. Er wirkte aber auch in Familienfilmen mit. Welches sind die besten Filme von Williams? Für die «Nordwestschweiz» sind das die Top Ten.

10. Hook, 1991

Peter Pan, der kindliche Abenteurer, ist erwachsen geworden. Als Peter Banning (Robin Williams), erfolgreicher Anwalt von 40 Jahren, kümmert er sich mehr um seine Karriere als um seine Familie. Die Vergangenheit ist für Peter nur noch Märchen. Bis zu jenem Tage an dem Kapitän Hook (Dustin Hoffman), der alte Erzfeind, zurückkehrt und Peters Kinder ins Nimmerland entführt. Peter, ohne die Kräfte von einst, ist verzweifelt. Da kommt unerwartet Hilfe: von Zauberfee Glöckchen (Julia Roberts) ...

9. Patch Adams, 1998

Von der Gleichgültigkeit seiner Ärzte entsetzt, beschliesst Hunter «Patch» Adams (Robin Williams) selbst die Medizinerlaufbahn einzuschlagen und beginnt ein Studium an der Hochschule von Virginia. Dort eckt er nicht nur wegen seiner bunten Hawaii-Hemden, sondern auch mit seinen seltsamen Ansichten und unkonventionellen Heilmethoden an. Denn für Patch Adams steht der Mensch im Mittelpunkt. Und so bringt er krebskranke Kinder mit roter Clownsnase zum Lachen und schafft es auf seine ganz besondere Art, selbst totgeweihten Patienten neuen Lebensmut einzuhauchen. Während er so einerseits das Herz der schönen Studentin Carin (Monica Potter) gewinnt, treibt er andererseits die bornierte Hochschul-Verwaltung an den Rand des Wahnsinns. Als Patch dann auch noch heimlich sein eigenes Krankenhaus gründen möchte, schiesst er eindeutig über das Ziel hinaus. Zur Strafe soll er vom Studium ausgeschlossen werden ...

8. Insomnia (Schlaflos), 2002

Der erfahrene Detective Dormer (Al Pacino) und sein Partner Hap (Martin Donovan) reisen in ein verschlafenes Städtchen in Alaska, einem Ort, wo die Sonne niemals untergeht. Die beiden sollen den Mord an einer 17-Jährigen untersuchen. Gleich am ersten Abend eröffnet Hap seinem Kollegen, dass er bei internen Untersuchungen gegen ihn aussagen wird. Als sie wenig später dem Killer eine Falle stellen, erschiesst Dormer im dichten Nebel versehentlich seinen Partner. In die Enge getrieben, schiebt er die Schuld auf den Mörder. Der meldet sich bald darauf bei ihm und zwingt Dormer ein ausgeklügeltes Katz-und-Maus-Spiel auf. Die Situation spitzt sich zu als auch noch die intelligente Nachwuchspolizistin Ellie Burr (Hilary Swank) sein Vorgehen in Frage stellt. Verbrechen schläft nicht. Und es ist nicht nur die Mitternachtssonne die Dormers Schlaflosigkeit provoziert – hier geht es um seinen eigenen Kopf ...

7. The Fisher King (König der Fischer), 1991

Diesmal ist Radio-DJ Jack Lucas (Jeff Bridges) zu weit gegangen. Mit zynischen Sprüchen hat er einen blutigen Amoklauf ausgelöst. Nach seinem Rauswurf aus dem Sender begegnet Jack einem der Opfer – dem Penner Parry (Robin Williams). Der verlor durch die Tragödie Frau und Verstand. Seitdem sucht er nach dem Heiligen Gral. Mitten in Manhattan. Von Schuld getrieben, taucht Jack ein in Parrys Welt. Und ist hingerissen ...

6. Jumanji, 1995

Jumanji ist das geheimnisvolle, uralte Spiel, aus dem der unberechenbare Geist des Dschungels ausbricht, um die Welt zu beherrschen. Alle, die dieses Spiel gespielt haben, kennen nur zu gut seine Gefahren. So auch Alan (Robin Williams), der als kleiner Junge in die Welt von Jumanji entführt wurde. Jetzt, 26 Jahre später, werfen Sarah (Bonnie Hunt), Judy (Kirsten Dunst) und Peter (Bradley Pierce) die Würfel – und können Alan befreien. Ob sie nun wollen oder nicht, Jumanji geht weiter ...

5. Awakenings (Zeit des Erwachens), 1990

Dr. Sayer (Robin Williams) ist ein junger Arzt und neu in der Nervenklinik. Neben den «normalen» Geisteskranken begegnet er hier Menschen, die an einer besonderen, äusserst seltenen Gemütskrankheit leiden. Hoffnungslose Fälle, die – von den Medizinern abgeschoben – hinter einer Mauer des Schweigens dahinvegetieren. Leonard (Robert de Niro) ist einer der Patienten. Fasziniert von seinem grotesken Charme und dem rätselhaften Krankheitsbild, entschliesst sich Dr. Sayer, an ihm ein neues Medikament auszuprobieren. Als Leonard eines Morgens tatsächlich sprechen und nach dreissig Jahren auch wieder laufen kann, glauben alle sofort an ein Wunder ...

4. Mrs. Doubtfire, 1993

Für den Schauspieler und Stimmenimitator Daniel (Robin Williams) ist nichts so wichtig auf der Welt wie seine Familie – ohne seine drei Kinder kann und will er keine Sekunde leben. Doch genau diese Welt stürzt zusammen, als ihm seine Ehefrau Miranda (Sally Field) eröffnet, dass sie sich scheiden lassen will und die Kinder vom Gericht zugesprochen bekommt. Schon die Vorstellung, seine Kinder nur stundenweise am einzigen Besuchstag des Monats sehen zu dürfen, bringt Daniel schier um den Verstand. Um mit seinen Kindern zusammen sein zu dürfen, ist er bereit, alles, einfach alles zu tun. Nur – gegen den Gerichtsbeschluss kommt man mit Gefühl einfach nicht an. Da schaltet ausgerechnet seine Ex-Frau eine Stellenanzeige für ein Hausmädchen – und aus Daniel wird Euphegenia Doubtfire, die ältliche Gouvernante ...

3. Dead Poets Society (Der Club der toten Dichter), 1989

Das Credo des Welton Internats für Jungen besteht aus den vier Leitbegriffen: Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung. Ebenso starr und streng wie diese Richtlinien sind die Lehrmethoden, mit denen die Schülerschaft, die den reichsten Familien des Landes entstammt, auf ihre elitäre gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle vorbereitet werden soll. Doch auch reiche Jugendliche sind eben nur Jugendliche mit derselben Neugier auf das Leben und derselben Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit wie ihre nicht so betuchten Altersgenossen. Diese Eigenschaften sind es, die den neuen Englischlehrer John Keating (Robin Williams) besonders faszinieren und ihm fördernswert erscheinen. Für ihn ist Unterrichten mehr als ein Job: eher eine Berufung, der er mit Hingabe folgt. Entgegen den strengen Richtlinien des Internats ist es Keatings Anspruch, seine Schüler zu Freidenkern zu erziehen. «Carpe Diem» (Nutze den Tag), rät er den Jungen und will damit ihren Sinn für die Poesie und die schönen Dinge des Lebens schärfen ...

2. Good Will Hunting, 1997

Will Hunting (Matt Damon) verbringt sein Leben mit seinen Freunden zwischen Bars, Bier und Baseball, erledigt miese Jobs und prügelt sich auch mal ganz gerne. Eine Universität sieht Will nur von innen, wenn er für den Hausmeister die Flure wischt. Doch Will verfügt über eine geradezu geniale mathematische Intelligenz. Heimlich löst er die äusserst schwierige Aufgabe eines Mathematikers. Eines kann Will allerdings nicht: Als er wieder einmal mit dem Gesetz in Konflikt gerät, kann er sich vor Gericht nicht aus seinem drohenden Gefängnisurteil herausreden. Zu seiner einzigen Hoffnung wird – wider seinen Willen – ein Professor (Robin Williams), der nur zugut weiss, was es heisst, sein eigenes Spiel zu spielen und Regeln zu missachten ...

1. Good Morning, Vietnam, 1987

Vietnam, 1965. Der amerikanische Army-Discjockey Adrian Cronauer (Robin Williams) wird nach Saigon versetzt. Mit seinen lockeren Sprüchen und flotter Musik hat er schnell die Gunst des Publikums gewonnen und den Zorn seiner unmittelbar Vorgesetzten auf sich gezogen. Während das Involvement der Amerikaner in Vietnam eskaliert, lernt Adrian Land und Leute kennen. Die Freundschaft zu der Vietnamesin Trinh (Chintara Sukapatana) bleibt platonisch und wird ihm letztlich zum Verhängnis. Trinhs Bruder ist Vietcong, und seine Verbindung zu dem DJ nutzen Adrians Vorgesetzte, um den verhassten Radio-Anarchisten des Landes zu verweisen ...

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Robin Williams wird aber nicht nur als Schauspieler in Erinnerung bleiben. Auch mit der Sprechrolle als Lampengeist Dschinni in Walt-Disneys-Zeichentrickfilm Aladdin (1992) hat sich Wiliams unsterblich gemacht:

Und schliesslich tanzte Williams im Videoclip von Bobby McFerrins Hit «Don’t Worry Be Happy» mit:

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