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Rekordjahr 2019: Beim Schweizer Presserat gingen 126 Beschwerden ein

Der Presserat verabschiedete letztes Jahr so viele Stellungnahmen wie noch nie.

Der Presserat verabschiedete letztes Jahr so viele Stellungnahmen wie noch nie.

Im dritten Jahr in Folge ist beim Presserat eine Rekordzahl an Beschwerden eingegangen. Ebenfalls so hoch wie nie ist die Anzahl verabschiedeter Stellungnahmen.

(sku) Der Presserat konnte 2019 insgesamt mehr als 100 Beschwerdeverfahren erledigen, wie er in seinem Jahresbericht vom Donnerstag festhält. Dem Presserat seien total 126 Beschwerden eingegangen und er habe 83 Stellungnahmen verabschiedet, so viele wie noch nie. In 29 Fällen sei nicht auf die Beschwerde eingetreten worden.

Gründe für die Verletzungen seien unter anderem die Verletzung der Privatsphäre oder der Menschenwürde, anonyme und sachlich nicht gerechtfertigte Beschuldigungen oder das Unterschlagen von wesentlichen Informationen gewesen.

Drei der Beschwerden haben gemäss Jahresbericht die Werbung zum Hintergrund. So hätten viele Verlage unter dem Begriff «Sponsored Content» neue Angebote entwickelt. Es handle sich dabei um Beiträge, die von spezialisierten Redaktionen im Namen der Inserenten verfasst würden und deren Erscheinungsbild dem redaktionellen Teil so nahekomme, dass die Öffentlichkeit deren wahre Natur nicht sofort erkennen könne. Der Presserat fordert die Zeitungsverlage auf, die bezahlten oder zur Verfügung gestellten Werbe-Inhalte klar und sichtbar zu deklarieren.

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