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Sprachaufenthalt während der Corona-Pandemie: Diese Lösungen bieten Schweizer Agenturen

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Wegen der Corona-Krise bleiben derzeit viele Sprachschulen geschlossen. (Symbolbild)

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Wegen der Corona-Krise bleiben derzeit viele Sprachschulen geschlossen. (Symbolbild)

Die Sprachschulen von Schweizer Sprachreiseagenturen sind mehrheitlich geschlossen. Die Boa Lingua arbeitet derzeit an Lösungen für ihre Schülerinnen und Schüler im Austausch. Wer den Sprachaufenthalt abbricht, kann den Kurs kostenlos umbuchen.

(sku) Der Traum vom Sprachaufenthalt wird derzeit wegen der Corona-Pandemie für viele zum Albtraum. Touristen stecken an Flughäfen fest, Hotels werden abgeriegelt und Sprachschulen mehrheitlich geschlossen. Nun hat der Bund Schweizerinnen und Schweizer im Ausland auch noch zur Rückkehr aufgefordert. Die Unsicherheit bei Sprachschülern ist gross.

Dass sich die Situation weltweit so rasch ändert, stellt nicht nur die Schweizer Sprachreiseagentur Boa Lingua vor diverse Schwierigkeiten. «Vor nur wenigen Wochen war die Situation, wie wir sie heute haben, unvorstellbar», sagt Mediensprecher Max Wey. Eine allgemeine Aussage zu machen, sei daher schwierig.

Pragmatisch gesehen sei das Vorgehen jedoch klar: Selbst wenn gewisse Sprachschulen noch geöffnet haben, empfiehlt der Bundesrat Schweizerinnen und Schweizern im Ausland, zurückkehren. Die Boa Lingua halte sich da an die Empfehlungen und Vorgaben des Bundes sowie an diejenigen des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Abgebrochene Kurse können kostenlos nachgeholt werden

Boa Lingua-Sprecher Wey empfiehlt den Studentinnen und Studenten im Ausland, die jeweilige Lage des Landes selbst einzuschätzen. «Wir können ihnen die Entscheidung nicht abnehmen, ob sie den Aufenthalt abbrechen oder weiterführen», sagt Wey. Darauf, ob die Schulen geöffnet oder geschlossen sind, habe die Sprachreiseagentur zudem keinen Einfluss. Das werde jeweils von der örtlichen Regierung beziehungsweise den Verantwortlichen bestimmt. Wey versichert jedoch, dass man bezüglich Kurs und Unterkunft sicherstelle, dass niemand zu kurz kommen werde, egal wie die Entscheidung ausfalle.

So könne man beispielsweise abgebrochene Kurse bis Ende 2021 kostenlos nachholen. «Die Bereitschaft für Umbuchungen ist sehr gross, unsere Kunden zeigen eine hohe Flexibilität», sagt Wey. Auch soll man mit der Annullationskostenversicherung Kontakt aufnehmen. Dort gibt es unter Umständen auch Hilfestellung. «Wir verstehen, dass man sich zu Hause am wohlsten fühlt. Deshalb schauen wir uns jeden Fall einzeln an und suchen individuelle Lösungen», sagt Wey.

Die Boa Lingua stehe sowohl mit den Partnerschulen als auch mit den Schülerinnen und Schülern vor Ort im regen Austausch, damit eine Lösung gefunden werden kann. Die Website der Agentur werde laufend aktualisiert und informiert zudem, dass Sprachaufenthalte, die ab dem 4. März 2020 gebucht werden, bis zwei Wochen vor Kursbeginn kostenlos annulliert oder umgebucht werden können.

Die Agentur EF Education First erklärt auf Anfrage, dass sie derzeit keine Interview-Anfrage beantworten könne, da sich die Situation laufend ändere. Sie folge aber den behördlichen Massnahmen und stehe in engem Kontakt mit ihren Schulen und Sprachschülern.

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