Ursenbach
100 000 Liter Heizöl sparen

Die Gemeinde Ursenbach plant einen Wärmeverbund (Schnitzelheizung) für die öffentlichen Liegenschaften im Dorf, wie Gemeindepräsident Hans Ulrich Fuhrimann an der Gemeindeversammlung orientierte. Daneben stimmten die Ursenbacher dem Verkauf von Bauland zu.

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Schnitzelheizung

Schnitzelheizung

az Langenthaler Tagblatt

Walter Ryser

Auch der Gemeinderat von Ursenbach will noch auf den Energie-Sparzug aufspringen, wie Hans Ulrich Fuhrimann an der Gemeindeversammlung erläuterte. Der Gemeindepräsident erwähnte, dass sich der Gemeinderat mit dem Gedanken befasse, einen Wärmeverbund für die öffentlichen Gebäude im Dorf zu realisieren.

Die Idee sei entstanden, weil die mittlerweile 30-jährige Heizung (Strom) im Gemeindehaus sanierungsbedürftig sei und ersetzt werden müsse, während jene im Schulhaus (Öl) äusserst kostenintensiv sei.

Gemäss der Vorstellung des Gemeinderates soll eine zentrale Schnitzelheizung entstehen, von der aus in Zukunft das Gemeindehaus und das Schulhaus beheizt werden. Zudem sei man in Verhandlung mit der Käserei, und dem künftigen Besitzer des Pfarrhauses werde man ebenfalls ein Angebot unterbreiten.

Fuhrimann hob gegenüber den Anwesenden die Vorteile einer Schnitzelheizung hervor: Vor allem das Sparpotenzial von rund 100 000 Liter Heizöl pro Jahr sei ein gewichtiges Argument.

Standort noch offen

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis spreche ebenfalls für eine Schnitzelheizung, genauso wie die geringen Leitungskosten, die entstehen würden. «Zudem könnte die benötigte Schnitzelmenge wohl in Ursenbach selbst bezogen werden», hielt der Gemeindepräsident weiter fest. Noch nicht im Detail hat sich der Gemeinderat mit dem Standort der Schnitzelheizung befasst. Doch laut Fuhrimann soll bereits an der nächsten Gemeindeversammlung der Bevölkerung ein Projekt präsentiert werden.

Im Bereich Bevölkerungsschutz arbeitete die Gemeinde Ursenbach bislang mit den Nachbargemeinden Madiswil, Leimiswil, Kleindietwil und Oeschenbach in einem Verbund zusammen (ZSO Madiswil). Laut Weisung des Kantons ist diese Organisation aber zu klein und muss sich einer Grösseren anschliessen.

Für Ursenbach standen zwei Möglichkeiten zur Diskussion: Den Anschluss an die Zivilschutzorganisation Trachselwald oder dem Zivilschutz Region Langenthal, dem bereits elf Gemeinden angehören. Die Ursenbacher wählten mit Langenthal die günstigere Variante.

Gemeinde verkauft Bauland

Zu keinen Diskussionen Anlass gab die Jahresrechnung 2008: Nach erfolgten, gesetzlichen Abschreibungen resultierte ein kleiner Gewinn von 4706 Franken. Dieser Betrag wurde als übrige Abschreibungen auf den Schulliegenschaften verbucht, womit die Jahresrechnung bei einem Gesamtumsatz von 4 514 690 Franken ausgeglichen abschliesst.

Zusammen mit der Rechnung genehmigten die 46 anwesenden Personen (6,7 Prozent der 687 Stimmberechtigten) auch einen Nachkredit von 65 149 Franken für den Unterhalt der Plätze und Aussenanlagen beim Schulhaus. Die Sanierung der Stützmauer entlang der Schnelllaufbahn und der Bau einer neuen Sickeranlage verursachten die bewilligungspflichtigen Mehrausgaben.

Bereits vor einiger Zeit haben die Ursenbacher dem Verkauf zweier Baulandparzellen an der Sonnhalde zugestimmt. Nachdem der Interessent des Baulandes von einem Kauf absah, hat der Gemeinderat die beiden Parzellen erneut ausgeschrieben. Bereits sind wieder zwei Kaufinteressenten vorhanden. Die Anwesenden stimmten dem Verkauf des Baulandes genauso oppositionslos zu, wie der Auflösung des ARA-Verbandes Lotzwil.

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