Toter
Afrikaner fiel tot vom Himmel

Mitte April ist in einem Tobel bei Weisslingen (ZH) die Leiche eines dunkelhäutigen Mannes gefunden worden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft vermutet nun, dass der Mann in die Schweiz flüchten wollte und dabei aus dem Flugzeug gefallen ist.

Drucken

Keystone

Es war ein mysteriöser Fund: Mitte April wurde in einem Tobel bei Weisslingen die Leiche eines dunkelhäutigen Mannes gefunden. Er wies mehrere Knochenbrüche auf. Die Zürcher Staatsanwaltschaft vermutet nun, dass der Mann in die Schweiz flüchten wollte und dabei aus einem Flugzeug gefallen sei. Staatsanwalt Markus Imholz bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung von Radio Zürisee.

Dies lasse annehmen, dass sich der Mann im Schacht eines Flugzeugfahrwerkes versteckt hatte und beim Ausfahren des Fahrwerkes in die Tiefe gestürzt sei. Der genaue Zeitpunkt des Todes muss laut Imholz noch abgeklärt werden. Es sei jedoch anzunehmen, dass der Mann schon lange vor dem Sturz aus dem Flugzeug erfroren oder erstickt sei.

Temperaturen um die Minus 60 Grad

Immer wieder versuchen Menschen im Radkasten von Flugzeugen zu einer Gratispassage zu kommen. Die grösste Gefahr droht den blinden Passagieren zunächst durch Unterkühlung. In der Höhe von 10'000 Metern herrschen meist Temperaturen um die Minus 60 Grad.

Wird im Landeanflug das Fahrwerk ausgefahren sind die Mitreisenden oft so geschwächt, dass sie sich nicht mehr festhalten können. So wurde vor zwei Jahren in der Nähe des Moskauer Domodedowo-Flughafens die Leiche eines jugendlichen Asiaten gefunden worden, der aus grosser Höhe abgestürzt ist. Gestorben war er allerdings an Unterkühlung.

Vor wenigen Wochen ist ein blinder Passagier gleich beim Start aus dem Fahrwerkschacht eines Frachtflugzeugs gefallen. Ein junger Mann bezahlte den Versuch von der Dominikanischen Republik in die USA zu kommen, mit seinem Leben. (sda/sza)

Aktuelle Nachrichten