Baugesuch
Baugesuch für zweiten Saldome liegt auf

Nach der Salz-Knappheit in den letzten beiden Wintern vergrössern die Schweizer Rheinsalinen ihre Lagerkapazität für Auftausalz.

Drucken
Baugesuch für zweiten Saldome liegt auf

Baugesuch für zweiten Saldome liegt auf

Lilly-Anne Brugger

Als während der Sommerferien die AZ-Wanderer bei der Saline Riburg Halt machten, wollte Armin Roos, Leiter Marketing und Verkauf bei den Schweizer Rheinsalinen AG, noch nicht so richtig Auskunft geben zur geplanten neuen Auftausalz-Lagerhalle und betonte, dass der Verwaltungsrat momentan in der Phase der Entscheidungsfindung sei. In der Zwischenzeit wurden nun Nägel mit Köpfen gemacht: Das Bauprojekt für den zweiten Saldome liegt seit letztem Donnerstag auf der Gemeindeverwaltung Rheinfelden auf.

Zweiter Kuppelbau

Zwei harte Winter, die direkt aufeinander folgten, haben die Auftausalz-Lager bei der Saline Riburg an ihre Grenzen gebracht: Diesen Winter konnten die Rheinsalinen zeitweise nicht mehr allen Salzbestellungen nachkommen. Damit dies nicht mehr passieren kann, soll in Riburg auf dem Gemeindegebiet von Rheinfelden eine weitere Lagerhalle für Auftausalz gebaut werden. Zu stehen kommt sie hinter dem bestehenden Saldome, der Lagerhalle in Kuppelform, die im Jahr 2005 in Betrieb genommen wurde. Auch die neue Lagerhalle soll die unverwechselbare Kuppelform aufweisen und wird deshalb von den Schweizer Rheinsalinen im Baugesuch als «Saldome 2» bezeichnet.

150000 Tonnen Lagerkapazität

Obwohl der zweite Saldome als Ergänzung zum ersten gedacht ist, wird er fast die doppelte Lagerkapazität aufweisen wie der «alte» Saldome. In diesem können rund 80000 Tonnen Salz gelagert werden, im neuen Saldome sollen weitere 150000 Tonnen Platz finden. Dementsprechend gross ist der Grunddurchmesser: 120 Meter wird er betragen – derjenige des Saldomes 1 beträgt 93 Meter. Da das Gelände hinter dem bestehenden Saldome etwa 2,5 Meter tiefer liegt, wird der Scheitelpunkt des neuen Saldomes etwa auf gleicher Höhe liegen wie derjenige des alten (vgl. obenstehende Grafik). Ausserdem wird eine weitere Verladestation gebaut.

Momentan liegt das Baugesuch auf der Gemeindeverwaltung in Rheinfelden öffentlich auf. Gleichzeitig holen die Schweizer Rheinsalinen bei verschiedenen Bauunternehmen Offerten ein. Deshalb will Armin Roos auch noch keine definitive Aussage machen zu den Kosten des Kuppelbaus. Als erste grobe Kostenschätzung nennt er
17 Millionen Franken – der definitive Betrag sei dann aber abhängig vom Offertverfahren.

Riburg machte das Rennen

Nach den Lieferengpässen zu Beginn des Jahres war für die Schweizer Rheinsalinen bald klar, dass eine weitere Lagerhalle gebaut werden muss. Als Standort kamen Riburg im Aargau und Schweizerhalle im Kanton Baselland infrage. Das Rennen machte schliesslich Riburg, da hier die Produktion und Lagerung von Streu- und Auftausalz konzentriert werden soll. Ausserdem ist die Anbindung an den bestehenden Saldome optimal für die schweizweite Auslieferung des Auftausalzes. Bis es allerdings so weit ist und im Saldome 2 eingelagertes Salz ausgeliefert werden kann, wird es noch eine Weile dauern: Wenn alles rund läuft, soll im Dezember der Spatenstich erfolgen.

Die Bauphase wird ein knappes Jahr dauern. Noch während im Sommer 2011 die letzten Bauarbeiten abgeschlossen werden, soll damit angefangen werden, den Saldome 2 zu füllen. Bei einer Jahresproduktion von 250000 Tonnen Salz in der Saline Riburg könnte es allerdings eine Weile dauern, bis der 150000 Tonnen Salz fassende Saldome vollständig gefüllt ist – schliesslich wird das produzierte Salz nach und nach auch verkauft.

Aktuelle Nachrichten