Kreisel
Beim «Rössli» und «Bellevue» gehts rund

In Schinznach-Bad sollen zwei Kleinkreisel den Verkehr flüssiger und sicherer machen.

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Kreisel Schinznach-Dorf
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Kreisel Rössli Planung Kreisel Rössli:Der ganze Kreisel samt Innenraum (rot fein schraffiert) sowie die Randzonen müssen für den Schwerverkehr überfahrbar gestaltet werden.
Kreuzung Bellevue Kreuzung Bellevue: Während der Verkehrsspitzen bilden sich lange Schlangen auf der Scherzerstrasse(hinten). (Bild:Peter Belart)
Kreisel Bellevue Kreisel Bellevue: Nur die grün eingezeichneten Bereiche sollen nicht befahren werden. Die bestehende Fussgängerunterführung wird von der Kreiselanlage nicht tangiert.

Kreisel Schinznach-Dorf

Aargauer Zeitung

Wer zu Stosszeiten durch Schinznach-Bad fahren will, der muss schon mal mit längeren Wartezeiten rechnen. Besonders betroffen sind der Morgenverkehr aus Richtung Schinznach-Dorf und der Abendverkehr aus Richtung Birrfeld. Dem soll nun abgeholfen werden. Noch bis zum 30. September liegen die Pläne für zwei Kleinkreisel auf, die an den Kreuzungsstandorten Bellevue und Rössli eingerichtet werden sollen. Mit dem Projekt will man den Verkehr «flüssiger und sicherer» machen; so schreibt es der Kanton.

Der Kreisel Bellevue

Die Strassenkreuzung Bellevue weist vier Arme auf. Zwei werden durch die Hauptachse (Aarauerstrasse) gebildet. Hier passieren im Durchschnitt täglich 13 000 Fahrzeuge. Der drit-te Arm, die Scherzerstrasse, ist zwar deutlich weniger befahren, weist aber immer noch 4800 Fahrzeuge pro Tag auf. Und als vierter Arm führt noch die Bahnhofstrasse zu den Gleisen hinunter und weiter zum Bad Schinznach. Hier bilden sich während der Verkehrsspitzen regelmässig Staus. Dies und die teilweise unübersichtliche Situation führen immer wieder zu Unfällen mit Blechschäden. Zudem ist der Strassenbelag hier in einem sehr schlechten Zustand, sodass man befürchtet, die Betonschale der Fussgängerunterführung könnte durch eindringendes Wasser Schaden nehmen.

Der geplante Kleinkreisel, dessen Mittelinsel wegen des Schwerverkehrs teilweise überfahrbar ausgestaltet wird, soll die geschilderten Probleme lösen helfen. Er wird einen Aussendurchmesser von 28 Metern erhalten. Alles benötigte Land ist bereits im Besitz der öffentlichen Hand. Die Bauarbeiten kosten gemäss Vorlage 1 150 000 Franken. Davon übernimmt der Kanton 666 250 Franken. Für die Gemeinde Schinznach-Bad verbleiben somit 483 750 Franken.

Der Kreisel Rössli

Etwas einfacher und kostengünstiger präsentiert sich die Lage beim Gasthof Rössli. Erstens ist die Kreuzung nur dreiarmig - Aarauerstrasse und Abzweiger Richtung Schinznach-Dorf -, und zweitens ist der Belag noch in sehr gutem Zustand. Somit ist eine provisorische Kreiselanlage vorgesehen mit aufgeklebten Elementen. Der Aussendurchmesser wird mit 25 Metern angegeben; der ganze Kreisel soll überfahrbar sein. Auch hier ist nur ein sehr beschränkter Landkauf notwendig, insgesamt 114 Quadratmeter. Die Kosten werden auf total 400 000 Franken beziffert. Auf den Kanton entfallen 228 000 Franken, auf die Gemeinde Schinznach-Bad 172 000 Franken.
Die fraglichen Abschnitte bleiben während der ganzen Bauzeit für den Durchgangsverkehr offen. Nur während einer sehr kurzen Zeit, nämlich beim Einbau des Deckbelags, wird eine Umleitung eingerichtet.

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